Göppingen Hilfe für Leukämiekranke am Tauschtag

Ob Briefmarken oder Mineralien, viele Sammler informierten sich am Tauschtag in der Göppinger Stadthalle.
Ob Briefmarken oder Mineralien, viele Sammler informierten sich am Tauschtag in der Göppinger Stadthalle. © Foto: ANJA HEINIG
ANJA HEINIG 27.04.2013
Günther Fischer hat nicht nur den großen Tauschtag des Göppinger Postwertzeichenvereins mitorganisiert - er hatte auch die Idee, damit eine Typisierungsaktion für Leukämiekranke zu verbinden.

Das regnerische Wetter hätte für den Postwertzeichenverein nicht besser sein können, kurz nach der Eröffnung der Göppinger Stadthalle strömten die Sammelfreunde in den großen Saal. Gefunden, gekauft und getauscht konnte alles werden, was das Sammlerherz begehrt – Briefmarken, Münzen, Banknoten und Mineralien waren vorhanden. „Sammeln ist nicht gleich sammeln, dies hat viel mit Fachwissen zu tun“, sagte ein Besucher. „Ich muss mich ständig mit der Thematik, die ich sammle auseinandersetzen, mich einlesen und weitere Informationen sammeln.“ Heute sei das durch das Internet relativ einfach, aber früher habe er sich in der Bücherei informiert.

Der Großtauschtag fand viel Anklang, Händler, Sammler und Tauschwillige kamen aus dem ganzen Land nach Göppingen. Der Eintritt war frei, denn die Leute sollen kommen, um ihre Sammlung zu präsentieren oder Sachen zu tauschen und sich zu informieren. Beispiele, wie Sammlungen aussehen können, sah der Interessierte im Foyer, wo exemplarisch einige Sammlung ausgestellt wurden. „Wir wollen die Leute mehr motivieren, ihnen die Vielfalt zeigen und ihre Kreativität fördern“, sagte Thomas Edtmaier, der sich um die Jugendarbeit kümmert und die jungen Menschen berät.

Günther Fischer, der seit November mit der Organisation beschäftigt ist, nutzte den Tag, um auf die Typisierungsaktion für an Leukämie erkrankte Menschen hinzuweisen. Gemeinsam mit der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern nutzte er den Tauschtag, um über die Thematik zu informieren und möglichst viele Menschen zu finden, die sich typisieren lassen. „Den Menschen muss deutlich werden, dass es um das Leben geht, um das eigene und das anderer, denn je mehr Menschen sich registrieren lassen, desto mehr Menschen kann geholfen werden. Wenn man bedenkt, dass mehr als 4000 übereinstimmende Komponenten für eine erfolgreiche Transplantation notwendig sind und wenn man sieht, wie viele Menschen jährlich an Leukämie sterben, dann wird deutlich, dass noch viel Potential nach oben vorhanden ist.“ Daher gelte es jede Plattform zu nutzen, um auf die fehlenden Spender aufmerksam zu machen, sagte Fischer. Viele der Besucher des Tauschtages nutzten die Möglichkeit, um sich zu informieren.