Die monatelange Zwangspause ist beendet: Seit Donnerstag darf die Klinik am Eichert wieder Kontroll-Untersuchungen bei Patienten mit  Herzschrittmachern und Defibrillatoren vornehmen: Ein Schlichtungsgespräch mit Vertretern der  beiden in Göppingen ansässigen Kardiologen und der Klinik machte es möglich.

Der Kompromiss, dem der Berufungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung zugestimmt hat, sieht vor, dass sowohl die Klinik als auch die beiden Kardiologen Herzschrittmacher und Defibrillatoren kontrollieren dürfen. Im Fall der Klinik allerdings mit Einschränkungen: Die Klinik-Ambulanz übernimmt bis zu drei Monate  nach einer Operation die Nachsorge, danach sind die niedergelassenen Kardiologen zuständig. Sollten sie nicht in der Lage sein, die Nachfrage nach Kontrollterminen zeitnah zu bewältigen, können sie Patienten an die Klinik überweisen.

Der zuständige Chefarzt Professor Stephen Schröder begrüßt den Kompromiss, versteht aber nicht, wieso das solange gedauert hat: „Letztendlich bleibt alles wie gehabt.“ Rund ein Vierteljahrhundert lang konnten Betroffene die  Herzschrittmacher-Ambulanz der Klinik zur Kontroll-Untersuchung aufsuchen. Bis der Oberarzt in den Ruhestand ging. Die Zulassung – genannt „Ermächtigung“ – der Kassenärztlichen Vereinigung war aber an ihn persönlich gebunden. Als der Nachfolger den Dienst antrat, widersprach ein Göppinger Kardiologe, was zur vorübergehenden Schließung der Klinik-Ambulanz geführt hatte.

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