Cover-Rock Helter Skelter: Zeitreise zu den Rock-Größen

Nicht nur Sänger Dan Lucas überzeugte beim Auftritt von Helter Skelter im Uditorium.
Nicht nur Sänger Dan Lucas überzeugte beim Auftritt von Helter Skelter im Uditorium. © Foto: Sabine Ackermann
Uhingen / Sabine Ackermann 12.02.2019

Der jährliche Auftritt von „Helter Skelter“ gehört seit Langem nicht nur für viele Uhinger fest ins Kulturprogramm. Und diesmal kamen noch bedeutend mehr Besucher als sonst ins Uditorium. Ohne große Ankündigung ging’s pünktlich los, kein Hype um Dan Lucas, den Gewinner der ersten TV-Staffel von „The Voice Senior“. Der Münchner Frontsänger und Gitarrist ist seit 2011 einer von ihnen und stellt sich auch nach seinem Sieg nicht ins Rampenlicht, was bei den überwiegend 40- bis 60-jährigen Gästen gut ankommt.

Lucas glänzt insbesondere in den extrem hohen Gesangspassagen, etwa bei „Child in Time“ von Deep Purple. Jedes Band-Mitglied hat seine eigenen Stärken, steht zu Recht mal im Vordergrund. Oliver Dumin am Schlagzeug und Jens Mutter am Bass, Dan Lucas (Gitarre, Gesang), Peter Schreiner (Gitarre, Harp, Gesang), Peter Stapfer (Gitarre, Klavier, Gesang), Sascha Waibel (Keyboards, Hammond, Gesang) und Andrea Emser (Saxofon, Gesang, Gitarre). Übrigens, Peter Schreiner und Jens Mutter spielen auf Originalgitarren aus den 60er und 70er Jahren.

Es gibt wohl niemanden im Saal, der bei Songs wie „Hotel California“ von den Eagles, Pink Floyds „The Wall“, Foreigners „Urgent“, Led Zeppelins „Stairway to heaven“, Black Sabbaths „Paranoid“ oder „Radar Love“ von Golden Earring – nur um einige der insgesamt 31 Rockklassiker zu nennen – nicht in Erinnerungen schwelgt. Jeder der sieben Künstler versteht sein Handwerk, die Gesangparts sind auf mehrere und stimmlich unterschiedliche Gesangsstimmen verteilt. Zwar wechseln sich in puncto Gesang hauptsächlich Bandchef Peter Schreiner und Dan Lucas ab, doch auch der Rest der Gruppe stellt im Laufe des Abends sein Talent unter Beweis.

Das künstlerisch großartige Niveau, die Abwechslung der Songs, die gute Harmonie sowie der gegenseitige Respekt der Bandmitglieder – zwischendurch wird immer wieder abgeklatscht – peitscht die eh schon fantastische Stimmung der Zuschauer noch mehr auf. Schön zu sehen, wie hier und da gerockt, geschüttelt, getanzt, umarmt oder geküsst wird, wie die Leute auf ihre eigene Art und Weise mitgehen.

Respekt auch für zwei weitere Band-Mitglieder: So sorgt Andy für den guten Ton, und Beleuchter Benny rückt die Musiker gekonnt ins rechte Licht.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel