Kreis Göppingen Helme für Hundeführer

Kreis Göppingen / MARGIT HAAS 06.02.2014
Wird jemand in unwegsamem Gelände vermisst, kommt die Rettungshundestaffel der Johanniter-Unfall-Hilfe zum Einsatz. Das ist oftmals nicht ungefährlich. Die Hundeführer erhalten jetzt neue Ausrüstung.

Immer öfter kommt es vor, dass Menschen vermisst werden - und dies zu jeder Tages- und Nachtzeit. "Es sind vermehrt ältere und verwirrte Menschen oder Suizidgefährdete", beobachtet Michael Tomaszewski. Seit Jahren schon engagiert er sich bei der Johanniter-Unfall-Hilfe und leitet dort die Rettungshundestaffel. Diese vermissten Personen müssen nicht selten in unwegsamem und nur sehr schwer zugänglichem Gelände gesucht werden. Dafür ist sein belgischer Schäferhund Bagira optimal ausgebildet.

Zwei bis drei Jahre dauert es, bis ein Hund bei Suchaktionen und Rettungsmaßnahmen eingesetzt werden kann. Die Labradorhündin Betti von Claudia Welisch ist noch in der Ausbildung. Verspielt ist auch noch der erst fünf Monate alte Flatcoated Retriever von Britta Klingenstein. Sie wie alle anderen Hundeführer der Rettungshundestaffel trainiert "zwei bis drei mal wöchentlich für jeweils drei bis vier Stunden, damit die Hunde optimal vorbereitet sind, wenn es zum Einsatz geht", erläutert Michael Tomaszewski.

Optimal vorbereitet sind auch er und sein Team. Die Ausrüstung indes war bislang leider nur unzureichend. Für sie wie für die gesamte Arbeit der Staffel gibt es vom Staat "nur in sehr geringem beziehungsweise keinem Maß finanzielle Zuschüsse". Das Team ist deshalb fast ausschließlich auf Spenden angewiesen. Und freut sich deshalb besonders, dass die "Guten Taten" den Kauf von Helmen unterstützen und die Hundeführer mit Taschenlampen ausstatten. "Diese speziellen Helme brauchen wir zu unserem persönlichen Schutz." Sie schützen das Gesicht vor Verletzungen durch Äste oder überhängende Felsen. "Oberste Priorität", so der Leiter der Einsatzstaffel, haben bei nächtlichen Einsätzen spezielle Taschenlampen. Ohne sie sei eine erfolgreiche Suche nur sehr schwer möglich. Sie sind gegen Schläge und Staub, gegen Kälte und Hitze unempfindlich. Insgesamt kostet die erweiterte Ausrüstung der Hundeführer 3500 Euro.

Die Johanniter