Release Handgemachte Songs für die Ewigkeit

Die Band Underpaid macht mittlerweile seit 15 Jahren Musik, hauptsächlich „Alternative Rock“.
Die Band Underpaid macht mittlerweile seit 15 Jahren Musik, hauptsächlich „Alternative Rock“. © Foto: Heiko Hermann
Rechberghausen / Maren Bertits 14.11.2018

Der Name „Forever and a Day“ lässt bereits anklingen, wie sich die Band ihre Songs vorstellt: Sie sind für die Ewigkeit gemacht. „Wir sind Musiker mit Herz, unsere Songs sind alle handmade: Gesang, zwei Gitarren, ein Bass, Schlagzeug – mehr brauchen wir nicht“, erklärt Thomas Csapak, Frontman und Sänger. Ihr erstes Album „Just for One Day“ ist 2005 erschienen. Drei Jahre später ‚A Trip to Nowhere‘ und vier Jahre danach ‚No time to kill‘. Für das jetzige Werk konnten sie sich Zeit nehmen. „Wir haben die Songs reifen, Emotionen entwickeln lassen. Das hört man jetzt auch“, Joachim Seitz, Spitzname Joe, überzeugt.

Am Anfang war Underpaid noch keine richtige Band. „Matthias Mühleis und der ehemalige Schlagzeuger Andreas Mühleis sind Cousins und haben einfach mal angefangen, Musik zu machen“, berichtet Thomas. „Dann hieß es: ‚Sing doch mal!‘, und das hat auch gut geklappt.“ Ihr Stil sei nicht eindeutig einzuordnen. Das Genre „Alternative Rock“ ziehe sich wie ein roter Faden durch, mal etwas weicher, mal härter. „Das ist anders als früher. Damals war der Grunge-Stil prägender, dann sind Einflüsse von Seether, Shinedown oder Foo Fighters hinzugekommen“, erklärt Joe. Das Wichtigste seien eingängige Melodien. „Wir wollen das Publikum mitreißen, es muss grooven und im Ohr bleiben“, sagt Thomas. Gitarrist Andreas Schmid, kurz Andi, ergänzt, dass es beim Songwriting auch darauf ankäme, die Songidee direkt zu mögen. „Wenn man zu lange daran rummacht, wird’s nichts mehr.“ Auf die Frage, wie sie auf ihren Bandnamen gekommen sind, antwortet Thomas: „Wir wollten einen Namen, der uns vom Klang her gefällt.“ Auf das aktuelle Album sind die Fünf am meisten stolz. Sie sehen es als Schritt nach vorn, mit mittlerweile fünf Bandmitgliedern. „2010 kam Andi als zweiter Gitarrist dazu und 2012 Joe am Schlagzeug. Und in diesem Jahr kam ja unser drittes Album raus. Da konnten wir nicht alle das beitragen, was wir eigentlich wollten“, so Thomas. Die Songs des aktuellen Albums erinnern von Geschwindigkeit und Klang her an eine Mischung aus Green Day und Foo Fighters. Die Gitarrenriffs sind kraftvoll und eindringlich, die raue Stimme von Thomas schafft eine abwechslungsreiche Balance und klingt zwischendurch balladenhaft. 2003 ist Underpaid gegründet worden. Viele Bands trennten sich nach ein paar Jahren wieder und machten ihr eigenes Ding. „Aber wir haben das in den 15 Jahren immer wieder geschafft“, berichtet Andi. „Das ist wie in einer Beziehung, an der man arbeiten muss“, ergänzt Thomas. Beim Songwriting wollen sie sich nicht festfahren, sondern einzigartig sein. Andi betont: „Es ist klar, dass wir wohl keine neue Art von Genre erfinden werden, aber wir wollen etwas Authentisches für uns schaffen.“ Die Fünf kommen alle aus der Region. So ist ihr Album-Release-Konzert am Samstag (Einlass ab 18 Uhr) in der TV-Halle in Rechberghausen ein echtes Heimspiel. Am Abend spielen auch „End of Green“ und „My Own God“. Maren Bertits

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