Thermen Hallenbad-Eröffnung verzögert sich immer wieder

Endspurt bei der Modernisierung der Barbarossa Thermen.
Endspurt bei der Modernisierung der Barbarossa Thermen. © Foto: Giacinto Carlucci
Göppingen / Joa Schmid 29.08.2018
Die Neugestaltung der Göppinger Barbarossa Thermen wird zum Wettlauf gegen die Zeit.

Anfang Juni hatte sich Dr. Martin Bernhart noch scherzhaft als Entwicklungshelfer für den Hauptstadt-Flughafen angeboten. Damals ging der Stadtwerke-Chef  davon aus, dass bei der Modernisierung der Göppinger Barbarossa Thermen der enge Zeitplan von April bis September eingehalten werden kann. Seither musste der Eröffnungstermin ähnlich wie beim Berliner Flughafen immer wieder verschoben werden.

Die Ferienzeit, der damit verbundene Personalmangel bei den Baufirmen und die Hochkonjunktur im Baugewerbe machten den Bauherren einen Strich durch die Rechnung. „Es fehlten zeitweise Leute, aber auch Material“, nennt Bernhart zwei der Gründe für die Verzögerungen bei dem auf 13 Millionen Euro veranschlagten Projekt. Der Stadtwerke-Chef: „Man fühlte sich manchmal in alte Zeiten versetzt.“ Im Gewerk Rohbau habe man es schon mit dem dritten Bauleiter zu tun, dabei laufe es in dem Bereich gut.

Überhaupt sei den Mitarbeitern, die auf der Baustelle anwesend seien, kein Vorwurf zu machen. „Sie tun, was sie können“, sagt Bernhart. Tatsächlich arbeiteten sie auch samstags und an Brücken­tagen.

Ganz überraschend kommen die Verzögerungen nicht. „Die Firmen haben uns von Anfang an gesagt, ihr habt einen verflucht engen Zeitplan, sie haben uns aber auch gesagt, wir schaffen das.“ 

Große Pläne in kurzer Zeit

Tatsächlich hat man sich für den kurzen Zeitraum enorm viel vorgenommen.  Neue Edelstahlbecken, ein neuer Umkleide- und Sanitärbereich und ein größerer  Eltern-Kind-Bereich sind Teil des Umbaus. Der alte Eingangsbereich der Barbarossa-Thermen wurde komplett abgerissen.  „Als wir merkten, dass der 10. September nicht zu halten ist, haben wir das kommuniziert“, berichtet der Chef der Göppinger Stadtwerke und erinnert daran, dass man auch gegenüber dem Göppinger Gemeinderat größtmögliche Transparenz versprochen habe.

Jetzt richten sich alle Hoffnungen auf Montag, den 1. Oktober. „Im Moment sieht es so aus, dass wir diesen neuen Termin einhalten können“, berichtet der Chef der Stadtwerke, der die beteiligten Baufirmen beim Jourfix auf der Baustelle in die Pflicht genommen hat. Offenbar mit Erfolg:  „Im Moment herrscht Trubel auf der Baustelle, die Firmen verstärken ihre Anstrengungen.“

Um das Schulschwimmen trotz der erneuten Verzögerung nicht zu gefährden, bleibt das Göppinger Freibad bis Ende September geöffnet.  So wie es jetzt aussieht, spielt das Wetter mit. Laut den Vorhersagen der Meteorologen soll der Sommer nach einer kurzen Pause nächste Woche zurückkehren. Daran, was passiert, wenn danach das Hallenbad nicht zu Verfügung steht, will Bernhart gar nicht denken.

Auch bei der Sanierung des Wellness- und Saunabereichs war es zu Verzögerungen  gekommen, weil die Trinkwasserinstallation länger gedauert hatte als geplant. Seit 20. August hat die Saunawelt wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet und erfreut sich großer Beliebtheit. Bernhart geht davon aus, dass auch der Rest der Badearena bald in neuem Glanz erstrahlt: „Ich bin zuversichtlich, dass wir es es schaffen werden.“

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