Göppingen Gymnasien in der Gunst weiter vorn Großer Andrang bleibt aber offenbar aus

Göppingen / ARND WOLETZ 04.04.2012
Während vor allem Werkrealschulen über Schülerschwund klagen, sind die Gymnasien im Kreis bei den Anmeldungen eher auf dem aufsteigenen Ast.

Der Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung wirkt sich auf das Anmeldeverhalten der Eltern aus - allerdings gibt es an den Gymnasien nicht den befürchteten Ansturm. Das Kultusministerium gibt nach wie vor keine Zahlen bekannt. Jedoch halten sich nach Informationen der NWZ die Anmeldezahlen für die fünften Klassen an den Gymnasien im NWZ-Verbreitungsgebiet meist knapp auf dem Niveau des Vorjahres - außer am Göppinger Mörike-Gymnasium. An dieser Schule, die ein spezielles Sport-Profil anbietet, schnellte die Zahl der Anmeldungen nach unbestätigten Informationen auf knapp 160 hoch. Im Vorjahr waren es 112. Das würde bedeuten, dass die Schule wohl einige Fünftklässler abweisen muss.

An den drei weiteren Göppinger Gymnasien sollen sich die ersten Zahlen jeweils zwischen 90 und 100 einpendeln - und damit noch unter denen des Vorjahres liegen, als sie zwischen 110 (Hohenstaufen-Gymnasium) und 127 Anmeldungen (Freihof-Gymnasium) verzeichneten. Insgesamt wollen bisher etwa 450 Fünftklässler auf eines der Göppinger Gymnasien wechseln - so viele wie im Vorjahr. Weil die Zahl der Fünftklässler insgesamt aber rückläufig ist, erhöht sich der Anteil der Gymnasien gegenüber anderen Schularten.

Auch aus dem Umland ergibt sich ein ähnliches Bild für die Gymnasien. In Ebersbach am Raichberggymnasium hält sich die Zahl der Anmeldungen nach Angaben der Stadtverwaltung etwa auf Vorjahresstand, als es 58 Kinder waren. Auch in Donzdorf am Rechberg-Gymnasium sollen es etwa 90 Fünftklässler bleiben. Die Donzdorfer müsste also keine weitere Fünferklasse bilden. Wie berichtet verzeichnet das Eislinger Erich-Kästner-Gymnasium 112 Anmeldungen und wird demnach weiter vierzügig geführt. Keines der Gymnasien nimmt am G9-Schulversuch teil.

Die Waldorfschule Filstal, an der man auch Abitur machen kann, hat im übrigen 39 Schüler in der Klasse 5. Sie besuchen die Schule aber schon seit der ersten Klasse. Die Nachfrage nach einem Umstieg von anderen Schulen an die Waldorfschule sei zwar recht groß, berichtet Geschäftsführer Axel Dittus. Es gebe aber nur wenige freie Plätze.

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