Erweiterung Grundschul-Anbau im Reusch soll schneller kommen

Die Container auf dem Schulhof der Janusz-Korczak-Schule im Reusch.
Die Container auf dem Schulhof der Janusz-Korczak-Schule im Reusch. © Foto: Giacinto Carlucci
Göppingen / Arnd Woletz 05.12.2018
Die Forderungen nach einer Erweiterung der Janusz-Korczak-Schule im Reusch werden lauter. Betreuung in Containern sei nicht länger zumutbar.

Es sind erfahrungsgemäß nur wenige Fälle in den Haushaltsberatungen des Gemeinderats, bei denen die verschiedenen Fraktionen sich weitgehend einig sind. Zu unterschiedlich sind die Vorstellungen der einzelnen Gruppierungen, für was die Stadt Geld ausgeben soll.

Wenn die Göppinger Stadträte aber am Donnerstag die knapp 190 Anträge durchkauen, dann deutet sich für die zügige Umsetzung des Erweiterungsbaus der Janusz-Korczak-Schule eine klare Mehrheit an. Denn fast alle Fraktionen fordern die Stadtverwaltung auf, den Wunsch der Grundschule im Reusch nach einem Anbau für Mensa und Betreuungsräume kurzfristig umzusetzen. Container und gemietete Räume im nahen Christkönig-Gemeindehaus seien keine Lösung.

Stadt will keinen konkreten Zeitplan nennen

Allerdings ist auch der nächste Konflikt mit der Bauverwaltung programmiert – so er wie sich erst in der vergangenen Woche beim „Masterplan Hauptfriedhof“ auftat. Denn trotz der sich andeutenden überwältigenden Mehrheit für den schnellen Anbau will die Stadt keinen konkreten Zeitplan nennen, „da bereits eine Vielzahl anderer Baumaßnahmen zur Realisierung anstehen.“

Die Dringlichkeit in den Anträgen der Fraktionen fallen unterschiedlich aus. Während die CDU lediglich einen Bericht beantragt, wie es um die Umsetzung steht, schreibt die SPD, die Pausenhofsituation sei bei 160 Kindern „sehr beengt und nicht tragbar“. Die Lipi-Fraktion nennt die Zustände „unhaltbar“. Einzelstadtrat Stefan Horn schreibt, die Schule müsse bei der Ganztagsbetreuung seit mehr als drei Jahren „in einer Containerlösung dahin darben und die Kinder ihr Mittagessen in einem Kellerraum zu sich nehmen“.

Verhältnisse bei Betreuung nicht ideal

Die Schulleiterin Doris Kühner bestätigt, dass die Verhältnisse auf dem Schulhof und bei der Betreuung nicht ideal sind. Die Ganztagsbetreuung an der Schule sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut worden. 81 Kinder würden derzeit mit unterschiedlichen zeitlicher Ausdehnung auch außerhalb des Unterrichts betreut, zum Teil ab morgens um 7 Uhr und manche bis abends um 17 Uhr. Die Schule sei dankbar gewesen, als für die Ganztagsbetreuung ein Provisorium im Container auf dem Schulhof eingerichtet wurde. Doch das sei als kurzfristiges Provisorium gedacht gewesen. Das schaffe sehr beengte Verhältnisse auf dem Pausenhof. Deshalb hoffe sie, dass es im kommenden Jahr mit dem Erweiterungsbau auf der angrenzenden Wiese klappt. Erste Entwürfe des städtischen Architekten lägen ja bereits vor. In einem kleinen Kubus könnten die Mensa mit Küche und Räume für die Betreuungsangebote unterkommen, erklärt Kühner.

Die Ganztagsbetreuung müsse die Qualität haben, hinter der die Schulgemeinschaft auch stehen kann, sagt die Schulleiterin. Das sei in der Containerlösung nicht mehr der Fall. „Es muss jetzt der nächste Schritt kommen.“

In den Stellungnahmen zu den Haushaltsanträgen verweist die Verwaltung darauf, dass der Außenbereich in Kürze umgestaltet und aufgewertet werde.

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