Bildung Grüne fordern neuen Schulversuch

Göppingen / SWP 17.02.2018

Der Grünen-Landtagsabgeordnete Alex Maier hat zusammen mit Brigitte Lösch, Vorsitzende des Ausschusses für Kultus, Jugend und Sport und Sprecherin für frühkindliche Bildung, die Walther-Hensel-Grund- und Werkrealschule in Göppingen besucht. Sie wollten Eindrücke über die Arbeit an der Werkrealschule und Erfahrungen mit dem Schulversuch „Grundschule ohne Noten“ gewinnen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zusammen mit der stellvertretenden Schulamtsleiterin, Elke Weccard, erläuterte Rektorin Christl Jost das Leben und Arbeiten an der großen Schule. Mit 420 Schülern ist sie die letzte verbleibende Werkrealschule in Göppingen, die nach einer zweizügigen Grundschule eine stabile Sekundarstufe aufweist.

Besonders betroffen ist die Walther-Hensel-Schule von der Beendigung des Schulversuchs „Grundschule ohne Noten“. Die stellvertretende Schulleiterin, Anja Kauer, berichtete über den vier Jahre laufenden, sehr erfolgreichen Pilotversuch. Die beiden Landtagsabgeordneten bekräftigten ihr Unverständnis darüber, dass ein gut eingeführtes Projekt ohne Not eingestellt wird. „Darum setzen wir Grünen im Land uns dafür ein, dass ein neuer Schulversuch gestartet wird, der von Anfang an wissenschaftlich begleitet und evaluiert wird. Dadurch werden wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung unserer Schulen und vor allem für eine differenziertere Leistungsrückmeldung gezogen“, erklärte Brigitte Lösch, Vorsitzende des Bildungsausschusses des Landtags.

Zudem erläuterte die Schulleiterin die Arbeit in den Vorbereitungsklassen, in denen Flüchtlinge und Schüler aus der EU die deutsche Sprache erlernen, damit ein Übergang in die Regelklasse innerhalb von zwei Jahren möglich wird. In enger Verzahnung mit den beruflichen Schulen arbeiten die Schüler in zwei Kooperationsklassen ebenfalls an der Chance auf einen erfolgreichen Hauptschulabschluss. Kinder, die die Schulreife noch nicht erreicht haben, erhalten in der Grundschulförderklasse das notwendige Rüstzeug für einen gelingenden Schulanfang. In mehreren Klassen werden Kinder mit und ohne Anspruch auf sonderpädagogische Förderung zusammen unterrichtet.

Die Abgeordneten erlebten sowohl den Unterricht in der Vorbereitungsklasse, in einer Klasse mit inklusivem Bildungsangebot als auch in der Grundschulförderklasse mit. „Es ist schön zu sehen, wie motiviert die Lehrerinnen und Lehrer hier arbeiten und sich um den Lernerfolg jedes Einzelnen kümmern“, sagte der Abgeordnete Alex Maier über den Besuch.

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