Göppingen Großer Pfadfinder-Flohmarkt in Salach

Beim Pfadi Flohmarkt in Salach wird gefeilscht
Beim Pfadi Flohmarkt in Salach wird gefeilscht © Foto: LUTHMER LECHNER
ULRIKE LUTHMER-LECHNER 26.04.2013
Schnäppchenjäger freuen sich auf die 33. Auflage des großen Pfadfinder-Flohmarktes in Salach am 28. April in der Stauferlandhalle. Ausschließlich von der Bevölkerung gespendeter Trödel findet dabei neue Besitzer und der Erlös kommt der Jugendarbeit zugute.
"Es ist das Highlight des Jahres" sagt Pressesprecherin Jennifer Rümmelein von der Salacher Pfadfinderschaft St. Georg. Nicht nur für Sammler und Jäger, sondern auch für die rund 40 Pfadis im Rundum-Einsatz. Von sechs bis 70 Jahren ist alles auf den Beinen, schließlich gilt es, den bei der Bevölkerung beliebten "Kruschtelmarkt" übersichtlich zu gestalten. Der Vereinsflohmarkt gehört längst als feste Einrichtung zu den Veranstaltungen in der Gemeinde und wird von den Pfadfindern organisiert und umgesetzt.

Professionelle Händler haben keine Chance. "Zusätzlich bekommen wir personelle Unterstützung vom Förderverein und von ehemaligen Pfadis" erklärt Jennifer Rümmelein. Die jüngsten Helfer sind die Wölflinge, aber auch die Kinder der Ehemaligen machen schon mit. Traditionsgemäß stellen samstags die Salacher vor die Haustüre, was sie auf Bühne und Keller entrümpelt haben. Mit ihren Leiterwägele strömen die Jüngsten dann aus, um vollbepackte Kisten und Tüten einzusammeln. "Kaputte Sachen, Schrankwände, Skier oder Hygieneartikel nehmen wir nicht mit" betont die Sprecherin.

Die Erwachsenen müssen sich an einen Terminplan halten, um die telefonischen Anmeldungen der Einwohner zu Abholungen einzuhalten. "Mit acht Fahrzeugen, allesamt für den Einsatz an der Aktion von örtlichen Firmen gespendet, sind wir unterwegs, um Unhandliches und größere Gegenstände abzuholen". Während die einen unermüdlich durch den Ort fahren, sortieren die anderen die ganze Nacht, damit am Sonntagmorgen Punkt neun Uhr der Run gezielt starten kann.

Bücher, Schallplatten und CD`s finden geordnet ihren Platz, daneben Spielwaren aller Art und schließlich Elektrogegenstände. Den gesamten Mittelteil der Halle nimmt die Kategorie Gebrauchsgegenstände für den Haushalt in Anspruch. Ob Gläser, Geschirr, Kerzenleuchter oder Backformen, Omas Besteck oder die nostalgische Tortenplatte, alles wartet auf neue Besitzer. Dazwischen erspäht der geübte Blick urige Kuriositäten von gestern.

Weibliche Käufer eilen schnurstracks zur Bühne, denn dort wird Kleidung günstig feilgeboten. Wer zwischendurch eine Verschnaufpause braucht, stärkt sich beim gemütlichen Hock vor der Halle bei allerlei Leckereien. "Wir sind alle mit viel Freude und Spaß dabei" so die Sprecherin. Da keine Lagermöglichkeit besteht, spenden die Pfadis übrige brauchbare Gegenstände danach an andere Organisationen. Der nicht verkaufte Rest wandert getrennt nach Müll, Holz und Metall in bewachte Container und wird entsorgt. Die verbliebene Kleidung geht an krebskranke Kinder in Rumänien.

Wenn das arbeitsintensive Pensum nach dem Flohmarkt abgeschlossen ist, wird wie immer Kassensturz gemacht. "Es ist unsere größte Einnahmequelle und wir freuen uns sehr, unsere Jugendarbeit damit unterstützen zu können" sagt Jennifer Rümmelein. Unter Telefon 0179-3835983 können Salacher täglich zwischen 18 und 21 Uhr den Abtransport größerer Gegenstände für den Flohmarkt anmelden.