Sicherheit Große Fällaktion im Stadtwald und an der B10

An der B10 zwischen Tierheim und Berufschulzentrum ist jetzt der Fällkran unterwges. Hunderte kranke Eschen müssen entnommen werden, bevor sie umkippen.
An der B10 zwischen Tierheim und Berufschulzentrum ist jetzt der Fällkran unterwges. Hunderte kranke Eschen müssen entnommen werden, bevor sie umkippen. © Foto: Staufenpress
Göppingen / Von Arnd Woletz 03.12.2018
Im Ödewald an der B10 begann gestern ein größere Fällaktion. Hunderte kranke Eschen werden abgeholzt, damit sie nicht auf Straßen und Wege fallen.

Der Fällkran fährt seinen riesigen stählernen Arm aus. Er hat keine Mühe mit der mächtigen,  Esche. Wie einen Blumenstrauß pflückt er in 20 Meter Höhe die obersten fünf Meter von dem Baum und legt sie auf die Seite. Dann folgt in Stücke von jeweils mehreren Metern Länge der Rest des Baumes. So wie diesem ergeht es in den kommenden drei Tagen noch etwa 150 weiteren Stämmen im Ödewald entlang der B10 beim Tierheim.

Eschentriebssterben macht Fällarbeiten notwendig

Die Aktion ist ein Beitrag zur Verkehrssicherheit für die vielbefahrene Bundesstraße, aber auch auf Straßen und Wegen im Wald. Denn im Forst grassiert, wie in praktisch ganz Mitteleuropa, das Eschentriebsterben, das nur  sehr wenige Bäume dieser Art überleben werden. Das bedeutet, dass die vom Pilz geschwächten Bäume beim nächsten Starkwind „ansatzlos umfallen können“, erklärt Forstrevierleiter Reiner Ertl. „Nicht auszudenken, dass so ein großer Baum auf die B10 fällt.“ Deshalb sind die Männer unterwegs, um dem zuvor zu kommen. Denn etwa 12 Prozent des 800 Hektar großen Göppinger Stadtwaldes bestehen aus Eschen. In ein paar Jahren werden sie wohl verschwunden sein.

Warum im Göppinger Stadtwald jetzt auch viele andere Bäume als Eschen gefällt werden, wie der Wald nach den großangelegten Sägeaktionen aussehen wird und wo noch die Waldarbeiter zum Einsatz kommen, das lesen sie am Dienstag in der gedruckten Ausgabe der NWZ und im E-Paper.

Eschen verschwinden wie einst die Ulmen

Pilz Falsches weißes Stengelbecherchen heißt der Pilz, dessen Sporen sich über den Wind verbreiten und die Eschen absterben lässt. Nach Schätzungen der Experten werden nur etwa drei Prozent dieser Baumart in den Wäldern überleben, etwa so wie beim Ulmensterben in den Achtzigerjahren.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel