Show Grandioses Tanzfeuerwerk

Südamerikanische Akrobatik traf in der Stadthalle auf filigranen irischen Tanz.  Foto: Giacinto Carlucci
Südamerikanische Akrobatik traf in der Stadthalle auf filigranen irischen Tanz. Foto: Giacinto Carlucci © Foto: Foto: Giacinto Carlucci
Göppingen / SWP 24.01.2017

 Was für ein buntes Bühnenspektakel, das die jeweils acht Frauen und Männer mit Esprit und Können in der Stadthalle buchstäblich auf die Beine stellten. Tanzszenen jeglicher Musik- und Stilrichtung, wobei sich der irische Stepptanz wie ein „grüner“ Faden durch den Abend zog. Fast keine Darbietung, bei der nicht gesteppt wurde, und man glaubt es kaum: selbst lateinamerikanische Klänge harmonieren mit dem typischen Klacken der Killerhacken.

Gemessen am Beifall, kommen gerade die Perfektion und Leidenschaft aus Lord of the Dance und Riverdance beim Publikum prima an, und die wechselnden Darbietungen im Minutentakt lassen keinerlei Langeweile aufkommen. Zwischen jeder Tanz- oder Akrobatik-Performance verdunkelte sich für ein paar Sekunden die Bühne, dann steppte wieder der Bär.

Ein kluger Schachzug, das großartig agierende Duo „Pura Vida“ mit ins Boot zu holen. Die biegsame Laritza Briel und ihr starker Partner Martin Escalante verleihen dem Programm eine schöne akrobatische Note. Ob überzeugend gesteppte Liebesdramen, einfühlsame Romantikszenen, moderner Hip-Hop oder feurige Tanz-Duelle, ausdrucksstark war es allemal. Kam mit „Stomp“ und David Guettas „Dangerous“ Rhythmus und Beat auf die Bühne, ging es anschließend mit einem „Latin Medley“ in den Buena Vista Social Club. Auch Michael-Jackson-Tanzschritte dürfen nicht fehlen.

Weitere Musik-Akzente setzten unter anderem „Afrika, Afrika“, „Al Capone“, „Unheilig“ oder „Lady Gaga“. Ein Hingucker waren die Akteure im Neon-Look mit Warnwesten, die tänzerisch  ins „Schwarze Theater“ hinein tauchten. Egal, wo die Bühnenkünstler ihre Wurzeln haben, es ist immer wieder die irische Lebensfreude, die das Publikum in den Bann zieht. Mit unbeschreiblicher Körperbeherrschung und einzigartigen Schrittfolgen erwecken die Tänzer die Geschichte und Kultur Irlands eindrucksvoll zum Leben, was insbesondere durch die fantasievollen Kostüme nebst einer ausgefeilten Licht- und Tontechnik authentisch in Szene gesetzt wird. Am Ende Standing Ovations für das Ensemble, das nicht von ungefähr zahlreiche Preise und Auszeichnungen bekommen hat.

Sabine Ackermann

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