Göppingen Gospel auf dem Schlossplatz für eine gerechtere Welt

Entspannt und inspirierend ging's am Samstagmittag auf dem Göppinger Schlossplatz zu. 400 Gospelfans waren gekommen, um christliche Lieder und die Friedensbotschaft zu hören, die den Hintergrund der Veranstaltung bildete.
Entspannt und inspirierend ging's am Samstagmittag auf dem Göppinger Schlossplatz zu. 400 Gospelfans waren gekommen, um christliche Lieder und die Friedensbotschaft zu hören, die den Hintergrund der Veranstaltung bildete. © Foto: Patricia Moser
Göppingen / PATRICIA MOSER 21.09.2015
Im Rahmen des Gospelday wurden am Samstag für eine Stunde christliche Lieder in Form von Gospelsongs, vom Gospelchor Joyful Voices mit Band gesungen. Das Göppinger Publikum erschien zahlreich.

Die Freude an Gospelliedern schien die meisten der gut 400 Besucher auf dem Schlossplatz in Göppingen angelockt zu haben. Der Gospelchor Joyful Voices lud am Samstag zum weltweiten Aktionstag für Frieden und Gerechtigkeit ein. Der Chor schloss sich hierbei einem bundesweiten Aufruf an, gemeinsam mit seinem Publikum zu singen. Bereits um 11.30 Uhr waren die Klänge des Chores zu vernehmen. Das erstmalige Auftreten auf dem Schlossplatz verlangte einen intensiven Soundcheck - sehr zur Freude der früh eingetroffenen Gäste. Innerhalb einer Stunde füllte sich der Schlossplatz zusehends mit Gästen. Mit "We are changing the world", eigens komponiert für den bundesweit 5. Gospelday, brachte man zum Ausdruck, dass gemeinsames Handeln Berge versetzen kann.

Unter der Leitung von Gerald Buß brachte der Gospelchor ein Repertoire mit, bei dem so manches Lied zum Mitsingen, Mitklatschen und Mitgrooven anregte. Lieder wie "We can move mountains", zu deutsch: "Wir können Berge versetzen", "Are you ready" oder "You know me" schafften eine Auchbruchstimmung durch die aktive Darbietung der Sänger. In ihren beiden Soloparts gelangen Argiri Dilma mit dem Chor in die Tiefe gehende Momente. Worte von Pfarrer Andreas Weidle beleuchteten die christliche Seite des Tagesthemas und brachten kirchliche Atmosphäre auf den Schlossplatz. Und als Vertreterin der Stadtverwaltung sprach Bürgermeisterin Gabriele Zull. Beide Sichtweisen vereinten sich in menschlicher Weise. "Pass auf, dass du keine Hornhaut auf deiner Seele bekommst", so hieß es bei Pfarrer Andreas Weidle eingangs. Er bemerkte zudem, dass Wohlstand sich in unserer Gesellschaft in wohlwollenden Zahlen ausdrückt, die Armut hingegen anonym bleibe. "Auch Armut hat einen Namen und ein Gesicht - auch bei uns", so resümierte er. "Es passiert so viel, was sprachlos macht", meinte Gabriele Zull ihrerseits. Passend hierzu sang der Chor "We walk hand in hand". Benachteiligung sah Gabriele Zull nicht nur mit Blick auf die Flüchtlingsthematik, die auf dem Schlossplatz immer präsent zu sein schien. Auch an die Menschen in der Umgebung solle gedacht werden und ihnen geholfen werden. Zulls Dank galt denen, die helfen, sowie den Anwesenden. "Angst ist immer der schlechteste Ratgeber", führte Pfarrer Andreas Weidle an und sorgte nicht nur hiermit für Nachdenklichkeit.

In einer knappen Stunde war der erste Teil des Gospelday beendet. Am Abend fand ein weiteres Konzert statt, mit einem stattlichen Repertoire. Am Rande des Gospelday wurden Spenden gesammelt für das christliche Hilfsprojekt "Heart for Children" und für die Göppinger Pestalozzischule. Mit der bundesweiten Aktion Gospelday wurden seit 2010 mehr als 330.000 Euro für die Arbeit von "Brot für die Welt" ersungen. Mehr als 500 Gospelchöre haben sich bisher an der Aktion beteiligt. Die Freude am Gospel führte am Samstag auf den Schlossplatz, aber auch der Friedensgedanke als Hintergrund der Veranstaltung schien vielen wichtig, so wurde von vielen Gästen betont.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel