Göppingen / SWP  Uhr

Die Vesperkirche in Göppingen ist ein Ort der Solidarität. Menschen mit ihren je eigenen Lebensgeschichten teilen hier ihren Alltag: Solche, die einen gedeckten Tisch kaum kennen und solche, die sich viel leisten können. Einsame Menschen sitzen zusammen mit anderen, die oft Gemeinschaft haben. „Etwa 180 Gäste kamen 2018 durchschnittlich an den Öffnungstagen in die Göppinger Stadtkirche, wie viele es ab dem 6. Januar 2019 sein werden, ist unklar“, sagt Wolfgang Baumung. Er ist Vorsitzender von „Haus Linde“. Die Einrichtung der Wohnungslosenhilfe im Landkreis und ihr Team sind verantwortlich für die Leitung, Planung, Organisation, Verwaltung, Technik und Begleitung der Vesperkirche. Für die Finanzierung ist man auf Spenden angewiesen. Während der Vesperkirche, die bis 17. Februar geöffnet ist, sind 70 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Zum guten Essen geben die Pfarrer der Göppinger Gesamtkirchengemeinde den Gästen mit ihren Mittagsgedanken Hoffnung und Mut für den oftmals schweren Lebensalltag.

Das Essen wird wie seit vielen Jahren von der Zentralküche der Wilhelmshilfe in Bartenbach bezogen. „Klaus Dilgert und sein Team sind wieder bereit, die zusätzliche Arbeit in dieser Zeit zu übernehmen und wir bekommen auch wieder einen guten Preis“, freut sich Baumung. Die Wilhelmshilfe ist zusammen mit der Stadtkirchengemeinde Oberhofen Solidaritätspartner der Vesperkirche. Eröffnet wird die Vesperkirche am Sonntag, 6. Januar, um 10 Uhr mit einem Gottesdienst. Danach ist sie täglich von 11.30 bis 13.30 Uhr geöffnet.