Göppingen / Arnd Woletz Der fast zwei Jahre währende Leerstand im Restaurant der Göppinger Stadthalle ist zu Ende. Das Restaurant ist wieder offen.

Im vergangenen Juli hat Milos Vujicic den Pachtvertrag unterschrieben. Die Eröffung des Göppinger StadthallenRestaurants hat sich dann jedoch noch deutlich verzögert. Jetzt ist das Lokal in Göppingen wieder offen. Damit endet eine lange Durststrecke für das Restaurant, in dem in den vergangenen Jahren mehrere Pächter ihr Glück versuchten. Auch der Weg zum aktuellen Pachtvertrag mit der Vujicic Gastro GmbH war lang: Zunächst hatte ein anderer Wirt den Zuschlag bekommen, der dann aber einen Rückzieher machte. So war das Lokal nun fast zwei Jahre verwaist.

Schwäbische Grundausrichtung mit regionaler Küche

Nun will Vujicic, der im Kreis Göppingen unter anderem die Restaurants auf Schloss Filseck und im Donzdorfer Schloss betreibt, in der Göppinger Stadthalle durchstarten. Das Lokal werde eine schwäbische Grundausrichtung mit regionaler Küche haben, erklärt er, „die Gäste werden aber auch ein Angebot finden, das sie von den Speisekarten der Welt kennen“. Es werde jeden Tag einen Mittagstisch mit vier Auswahlgerichten und sonntags auch Kaffee und Kuchen geben.

Den Einrichtungsstil habe er ans 50er-Jahre-Design der Stadthalle angelehnt und damit der Lage des Restaurants im Veranstaltungszentrum der Kreisstadt Respekt gezollt, erklärt Vujicic. Die Gastronomie werde sich in eine Lounge und den Restaurantbereich sowie die Terrasse mit einem Acht-Meter Schirm unterteilen. Weil bei der Renovierung deshalb auch bei den Materialien viel Wert aufs Detail gelegt worden sei, kam es zu Lieferengpässen, erklärt Vujicic die verzögerte Eröffnung des Restaurants. Außerdem sei es schwierig gewesen, für die von der Stadt Göppingen finanzierte Renovierung des Lokals die nötigen Handwerker zu finden.

Bereits seit längerem steht die Bewirtung der Stadthallensäle unter Vujicics Regie. „Da lief nicht jede Veranstaltung rund“, räumt der Gastronom ein und nennt als Beispiele die Sportgala oder die Altenehrung der Stadt. „Es ist nicht einfach wenn 700 Leute kommen und etwas bestellen wollen“. Inzwischen habe das Team aber ein neues digitales Kassensystem zur Verfügung, so dass die Kommunikation mit der Küche schneller und ohne Zettel funktioniere, erklärte der Wirt. An der Menge des zur Verfügung gestellten Personals hätten die Probleme jedenfalls nicht gelegen. Er habe ein schlagkräftiges Team mit 35 festen Mitarbeitern und vielen Aushilfen, sagt Milos Vujicic.