Pläne Stadthalle: Parkhaus auf der Rückseite

Göppingen / ARND WOLETZ 24.01.2017

Knapp eineinhalb Jahre ist es her, da plante die Stadt ein Parkhaus direkt gegenüber vom Haupteingang der Stadthalle. Davon ist die Bauverwaltung nun abgerückt, wie Baubürgermeister Helmut Renftle bestätigte. Denn weil ein angrenzendes Grundstück an der Blumenstraße, sehr zum Ärger der Stadtverwaltung, an einen anderen Interessenten verkauft wurde, ist der Platz dort einfach zu knapp. Deshalb werden nun geprüft, ob auf der anderen Seite der Stadthalle, an der Ecke Lutherstraße/Östliche Ringstraße ein solches Parkhaus möglich wäre. Vor wenigen Tagen hatte der Baubürgermeister den Stadträten solche Überlegungen bei einer gemeinsamen Besichtigung der Stadthalle mitgeteilt.

Eine Studie habe gezeigt, „dass dies der einzige Platz ist, der Erfolg verspricht“, sagte der Baubürgermeister. Während man an der Blumenstraße 140 Stellplätze unterbekommen hätte, wären es auf der Rückseite 200 bis 250. Eines macht Renftle klar: „Es besteht Handlungsbedarf, um die Anwohner in den angrenzenden Wohngebieten zu entlasten.“

Noch sei die Stadt dabei, die Voraussetzungen für den Parkhausbau zu prüfen. Gelöst werden müsse unter anderem, wie die Anlieferung dann funktionieren würde. Außerdem werde überlegt, wie man eine günstige Verbindung vom Parkhaus zur Stadthalle schaffen könnte.

Zunächst hatte die Stadt angepeilt, im Zusammenhang mit dem lange diskutierten Hotel-Bau eine Tiefgarage direkt unter den Stadthallen-Vorplatz zu bauen. Das hatte sich aber als nicht finanzierbar erwiesen. Klar ist laut Renftle aber auch: Das Vorhaben, die von Schlaglöchern übersäte Blumenstraße zu sanieren, bestehe weiterhin. Dort soll nach den ursprünglichen Plänen der Österbach aus seiner Verdohlung geholt werden. Vor der Stadthalle sollen demnach künftig auch keine Autos mehr fahren. Das Parkhaus werde über die Lutherstraße angesteuert, so Helmut Renftle.

Was in Göppingens guter Stube sonst passiert, stellte die Bauverwaltung den Stadträten vor: Bisher seien in die Stadthalle 16,6 Millionen Euro investiert worden, rechnete Renftle zusammen. In diesem Jahr sei die Lüftung dran. Die umfangreichen Arbeiten bedingen eine Schließung Halle von Juli bis Mitte Oktober. Projektleiter Michael Siegle betonte, dass die Arbeiten dringend nötig seien. „Momentan sorgen noch ‚Technikdinosaurier‘ für die entsprechende Belüftung.“ Die Sanierung der Lüftungsanlage wird etwa 2,15 Millionen Euro kosten. Arnd Woletz