Göppingen Göppinger IHK auf Quartiersuche

Die IHK in Göppingen will sich vergrößern und sucht ein neues Domizil. Der Standort Franklinstraße 4 (oben) soll verkauft werden. Foto: Giacinto Carlucci
Die IHK in Göppingen will sich vergrößern und sucht ein neues Domizil. Der Standort Franklinstraße 4 (oben) soll verkauft werden. Foto: Giacinto Carlucci
Göppingen / HELGE THIELE 10.01.2012
Die Göppinger IHK braucht mehr Platz: Aus diesem Grund sucht die Bezirkskammer einen neuen Standort. Das Gebäude in der Franklinstraße im Hailing soll verkauft werden. Der Umzug ist für 2013 geplant.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Göppingen sucht ein neues Domizil. "Wir brauchen mehr Platz für Veranstaltungen und Prüfungen", sagte IHK-Geschäftsführer Dr. Peter Saile gestern auf Anfrage. "Wir flüchten nicht, wir lösen uns nicht auf und wollen auf jeden Fall in Göppingen bleiben", betont er. Im Spätherbst war die grundsätzliche Entscheidung für einen Umzug gefallen. Nun hält die IHK Ausschau nach einem neuen Quartier - und will, falls sie kein passendes Gebäude im Stadtgebiet findet, selbst eins bauen. "Wir untersuchen momentan alle Möglichkeiten", so Saile gegenüber der NWZ. Im März sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Der Umzug der rund 20 Mitarbeiter der IHK-Bezirkskammer ist für 2013 geplant.

So viel steht fest: Ins bisherige Dienstleistungszentrum der Göppinger Kreissparkasse in der Jahnstraße wird die IHK nicht einziehen. "Das Gebäude ist für uns zu groß", erklärt Saile. Auch einen neuen Standort im Stauferpark hält der IHK-Geschäftsführer nicht für geeignet. Gesucht werde eine Immobilie in verkehrsgünstiger, also schnell und gut erreichbarer Lage. Auch auf die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr will die IHK, die rund 14 500 Mitgliedsunternehmen vertritt, Wert legen.

Ihr bisheriges Areal will die Kammer samt den darauf befindlichen Gebäuden verkaufen. Der aktuelle Standort umfasst das 1912 erbaute und mehrfach umgebaute und renovierte ehemalige Wohnhaus in der Franklinstraße 4 und das früher als Rechenzentrum genutzte Gebäude in der Nördlichen Ringstraße 3. Letzeres ist an eine Elektrofirma vermietet, die IHK selbst nutzt dort nur noch die Kellerräume. Die zwei Grundstücke haben eine Gesamtgröße von 3200 Quadratmetern.

Das Gelände an der Nördlichen Ringstraße käme allerdings auch als Grundstück für einen möglichen Neubau der IHK in Frage. In diesem Fall würde die Bezirkskammer nur ihr Areal in der Franklinstraße verkaufen.