Schloss-Straßen-Fest Göppingen lockt mit Spieletag

Göppingen / Maximilian Haller 06.08.2018
Das vierte Göppinger Schloss-Straßen-Fest ließ am Sonntag nicht nur Kinderherzen höher schlagen.

Gespannt blickt das Publikum auf die drei Jungs des Kinder- und Jugendzirkus Rondelli, als diese ihr Können beim Tellerjonglieren demonstrieren. Kurz darauf zeigen die Mädchen der Zirkustruppe ihre Künste am Trapez. Ihre Bühne ist der Göppinger Schlossplatz. Beim vierten Schloss-Straßen-Fest gab es am Sonntag wieder allerlei, das die Herzen von kleinen und großen Spielkindern höher schlagen ließ. Zur Einstimmung diente die Aktionswoche „Göppingen spielt!“.

Beim Schloss-Straßen-Fest verwandelte sich nicht nur der Schlossplatz, sondern gleich die gesamte Schlossstraße in eine einzige Spielmeile. Nostalgisch wurde es bei einem Ritt auf der Seepferdchen-Schiffschaukel. Unterhaltung gab es auch bei Didi von Au, besser bekannt als Clown Clip aus Reutlingen. Ausgestattet mit roter Nase und einer übergroßen Latzhose, wie es sich für einen waschechten Clown gehört, verzauberte Clip nicht nur das kleine, sondern auch das große Publikum.

Auf die besonders Wagemutigen wartete das sogenannte Fun-Hangeln. Über Seile mussten die Kinder von einer Seite des Pools zur anderen klettern. Wer herunterfiel, konnte sich wenigstens über eine Abkühlung an diesem heißen Sonntagnachmittag freuen.

Neben dem Schloss um den Marstall-Brunnen herum ging es tierisch daher: Beim großen Steckenpferd-Rennen galoppierten die Kinder um die Wette. Alle Teilnehmer, die es durch den Hindernisparcours aus Stroh schafften, erhielten ein kleines Holzpferd als Preis. Ein kleiner Junge verlor zwar im Eifer des Gefechts sein Steckenpferd, doch er schaffte es glücklicherweise auch so über die Zielline.

Die Theatergruppe „Théâtre de la Toupine“ aus Frankreich war mit elf lebensgroßen, interaktiven Marionetten vertreten. Über die Schlossstraße hinweg verteilt luden die Drahtpuppen zu Geschicklichkeitsspielen ein. „Das Besondere daran ist, dass jedes Unikat einen ganz eigenen Ausdruck und eine ganz eigene Sprache hat“, sagte Ralf Bachschmidt, der die aus Alltagsgegenständen zusammengesetzten Marionetten nach Göppingen gebracht hatte. Sie seien eine „spielerische Physikerfahrung“, wie Bachschmidt erklärte. Viel Fingerspitzengefühl war nötig, um die Marionetten zu bewegen und sie so beispielsweise Trommel spielen zu lassen.

Beim Alten Kasten warteten sechs kuschelige Esel von der Zachersmühle in Adelberg auf mutige Karawanenführer, die mit ihnen einen abenteuerlichen Spaziergang über das Festgelände machen. In der unteren Schlossstraße konnten sich Groß und Klein beim Arbeitskreis Sonneberg einen eigenen Teddybären oder ein anderes Kuscheltier selbst stopfen und als Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel