Göppingen Göppingen ist "Stadt für alle Kinder"

Beim Weltkindertag ging es auf dem Göppinger Marktplatz hoch her. Die Veranstalter boten ein buntes Programm.
Beim Weltkindertag ging es auf dem Göppinger Marktplatz hoch her. Die Veranstalter boten ein buntes Programm. © Foto: Giacinto carlucci
Göppingen / AXEL RAISCH 21.09.2016
Beim Weltkindertagsfest auf dem Göppinger Marktplatz gab es Angebote und  Informationen unter dem Motto „Eine Stadt für alle Kinder“.

Riesige Seifenblasen zu ziehen, machte den Kindern am Stand des Familientreffs der Arbeiterwohlfahrt riesigen Spaß. Ebenso, Luftballone am Stand des Landkreises steigen zu lassen. Auf einer Pinnwand des SOS Kinderdorf fanden die individuellen Vorstellungen für eine Kinderwelt Platz. Neben vielen Spiel- Spaß- und Mitmachangeboten steht beim Weltkindertagsfest in Göppingen auch die Information rund ums Kind im Zentrum, betonen Volker Landskron und Thomas Franz vom Arbeitskreis Weltkindertag. Dazu trugen diesmal 20 Informationsstände vom Abenteuerspielplatz bis hin zu Beratungsangeboten bei. „Es kann auch Hilfe bei der Entscheidung für ein Kind sein, wenn die Menschen sehen, dass sie nicht alleine gelassen werden“, so Landskron.

Da das Fest in Göppingen stets am Weltkindertag, dem 20. September, stattfinde, wechsle auch der Wochentag und damit die Laufkundschaft. Immer neue Teilnehmer auf Informationsseite machten die Veranstaltung zusätzlich spannend, lebendig, vielfältig und informativ, betonen die Veranstalter.

„Es wird immer schwieriger, an Eltern heranzukommen“, erklärt Volker Landskron. Eine hervorragende und niederschwellige Möglichkeit biete der Weltkindertag. Die Reaktionen sind positiv: Viele Eltern zeigten sich erstaunt über das vielfältige Unterstützungsangebot, so Landskron weiter. 

Sandra Göttlicher aus Heiningen  weiß als Erzieherin um die Angebote und Herausforderungen der Kinder- und Jugendarbeit, weshalb für sie die Freude der Tochter bei den Mitmachangeboten im Vordergrund stand. Sie bewertet die Struktur des Weltkindertagsfest in Göppingen aber als sehr gut, denn viele Eltern seien nicht umfassend informiert.

Klasse finden die Veranstalter daher auch, dass sie sich mit dem Fest seit sechs Jahren mitten in der Stadt befinden. Lothar Ober ist seit dem ersten Mal 1995 dabei und freut sich, dass man „nicht mehr hin- und herwandern muss“, sondern die Angebote für die Kinder an einem prominenten und festen Standort anbieten könne. Es ist nicht die einzige Veränderung seit dem 1. Göppinger Weltkindertag 1995. „Seit 2001 gibt es ein Programm und auch die Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters gab es nicht von Anfang an“, erinnert sich Ober.

Oberbürgermeister Guido Till verwies als Schirmherr darauf, dass in den vergangenen Monaten 120 Flüchlingskinder unter sechs Jahren und 230 Kinder und Jugendliche nach Göppingen gekommen seien. „Gut, dass wir Einrichtungen und Schulen haben, die diese Kinder willkommen heißen“, betonte Till. Ein großes Dankeschön sagte der OB allen die sich in ihrer Freizeit oder beruflich für Kinder einsetzten. „Viele kleine Dinge, die viele Menschen tun, können die Welt, zumindest unser Göppingen, ein klein wenig verändern.

Die Weltkindertagsband von Lothar Ober und Uwe Wittmann sorgte zusammen mit dem 95-köpfigen Chor der Grundschule im Stauferpark für die musikalische Umrahmung. Die zehnjährigen Schülerinnen Aurelia und Evelyn vom Aktivspielplatz Ursenwang begeisterten nicht nur mit Soloeinlagen sondern auch mit ihrer Moderation des Nachmittags. In einem Interview mit den Verantwortlichen des Projekts „Rückenwind“ stellten sie das Aktionsbündnis vor, welches seit sechs Jahren Familien mit geringem Einkommen die Möglichkeit gibt, ihren Kindern Nachhilfe, Sommerfreizeiten oder Freizeitbeschäftigungen zu ermöglichen. Eine Darbietung der „Zirkusmacher“ sorgte für zusätzliche Abwechslung.