Auf die Probleme beim privaten Bahnbetreiber Go-Ahead im Filstal wird jetzt mit Notfallmaßnahmen reagiert. Angesichts von Verspätungen und häufig zu kurzen Regionalzügen sollen Pendler künftig auch mit Nahverkehrstickets und VVS-Fahrscheinen morgens ohne Aufpreis den Intercity zwischen Geislingen und Stuttgart nutzen können.

Da es in dem Fernzug noch freie Kapazitäten gibt, soll eine entsprechende Vereinbarung zwischen dem Land und der Deutschen Bahn von Mitte kommender Woche an gelten, teilte das Verkehrsministerium am Freitag mit.

Ersatz für kurzen Go-Ahead-Zug

Der Intercityzug verkehrt um 6.24 Uhr ab Geislingen, hält um 6.38 Uhr in Göppingen, um 6.51 in Plochingen und erreicht Stuttgart um 7.05 Uhr. Er fährt damit fast zeitgleich mit der Go-Ahead-Regionalbahn 19154, die in den vergangenen Wochen oftmals nicht in voller Länge zur Verfügung stand. Das Verkehrsministerium finanziert diese Maßnahme aus Strafzahlungen von Go-Ahead.

Minister dankt der Deutschen Bahn

Minister Winfried Hermann sagte: „Wir tun alles dafür, damit die Pendlerinnen und Pendler möglichst problemlos nach Stuttgart kommen. Die Maßnahme soll Entlastung bringen, bis sich die Situation bei Go-Ahead stabilisiert hat. Wenn viele Kunden aus Geislingen und Göppingen diesen Zug nehmen, kann das die kritische Situation der Regionalbahn entzerren. Ich danke der DB dafür, dass sie dazu bereit ist, anderen Unternehmen beziehungsweise deren Fahrgästen auszuhelfen.“

Ab Mitte April kein IC mehr im Filstal

Die Regelung tritt Mitte kommender Woche in Kraft und endet voraussichtlich Mitte April 2020. Von diesem Zeitpunkt an wird der IC aufgrund des Baufahrplans für die halbjährige Sanierung der ICE-Strecke Stuttgart-Mannheim ohne Halt im Filstal verkehren.

Go-Ahead auf der Filstalbahn Pendler-Entschädigung soll kommen

Kreis Göppingen