Göppingen Geschichtsträchtiger Arbeitsplatz

Susanne Brzuske beantwortet gerne Fragen der Besucher zur staufischen Geschichte. Foto: Anja Heinig
Susanne Brzuske beantwortet gerne Fragen der Besucher zur staufischen Geschichte. Foto: Anja Heinig
Göppingen / ANJA HEINIG 05.04.2012
Staufische Geschichte wird im Dokumentationsraum unterm Hohenstaufen anschaulich vermittelt. Susanne Brzuske hat dort ihren Arbeitsplatz. Geduldig beantwortet sie auch Fragen der Besucher.

"Und dass alles hat ein Ritter damals anziehen müssen? Puh, der arme Ritter", stöhnen zwei Kinder, die sich gerade von ihren Müttern haben helfen lassen, das Kettenhemd überzuziehen. Das Kettenhemd übergezogen, den Schutzschild geschnappt und fertigt sind die kleinen Ritter im Dokumentationsraum in Hohenstaufen. Geschichte zum anfassen.

Geduldig steht Susanne Brzuske, die Mitarbeiterin im Dokumentationsraum, daneben, schmunzelt und schaut dem nicht einfachen Spektakel zu. Auf jede Frage weiß sie eine Antwort und erklärt den Kindern detailliert, wie die Ritter einst im Stauferland gelebt haben. Was zu einer normalen Ausrüstung gehört und verrät auch, dass eine komplette Rüstung bis zu 40 Kilogramm wiegen kann. Auch wenn es sich um schwierige Fragen handelt, haben nicht nur die Kinder, sondern alle Besucher eine kompetente Ansprechpartnerin gefunden.

"Der Dokumentationsraum wurde 1977 gebaut, und 2009 neu gestaltet. Gleich wenn man reinkommt rechts, dort steht das Wichtigste", erklärt Susanne Brzuske geduldig den neu umgestalteten Erlebnispädagogikraums. "Manchmal kommen Leute, die auch gar nicht viel Zeit haben, aber die Geschichte der Staufer im Landkreis Göppingen muss man sich unbedingt anschauen. Die Regionalgeschichte ist schon wichtig."

Und schon stehen die Kinder wieder da und erkundigen sich nach dem Burgennachbau, der zentral in einer Glasvitrine steht. "Unser Dokumentationsraum ist nicht chronologisch aufgebaut, es wurde in verschiedene Themenblöcke unterteilt und mit Ordnungsfarben versehen." Blau sind die Staufer, Rot die Ritter, die Kreuzzüge sind Orange hinterlegt.

Doch Susanne Brzuske kann nicht nur über die staufische Geschichte viel erzählen, sondern auch über die Besucher im Dokumentationsraum. So erinnert sie sich an eine gebürtige Italienerin, deren Lebensmittelpunkt jetzt in Amerika ist. Besagte Frau war in Palermo auf den Spuren der Staufer unterwegs. So beeindruckt von dem dort Gesehenen habe die Frau sofort einen Flug nach Stuttgart gebucht und sei mit Bus und Bahn bis zum Dokumentationsraum nach Göppingen gekommen.

Info Der Dokumentationsraum für staufische Geschichte in Hohenstaufen, Telefon: (07165) 8736 und (07161) 650191, ist bis 15. November täglich (außer Montag) von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

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