Bildung Gemeinsamer Auftritt ab 2019

Göppingen / Constantin Fetzer 11.07.2018

Bereits seit drei Semestern erscheint das gemeinsame Programmheft der Volkshochschule Göppingen und der Schurwald-Volkshochschule. Aus der bisherigen Kooperation soll eine Zusammenarbeit entstehen, die in einem Zusammenschluss endet.

„Ab 2019 wollen wir bereits komplett gemeinsam auftreten“, berichtet Wolfgang Merkle, Leiter der Göppinger Volkshochschule. Dann sollen auch im Hintergrund auf Verwaltungsebene die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen sein, damit zum Beispiel die Anmeldung zu den Kursen noch komfortabler ist. Zurzeit sind die Angebote zwar schon in einem Programmheft zusammengefasst – die Anmeldung muss aber über jene der beiden Einrichtungen erfolgen, die das Angebot organisiert hat. Hinter dem Wunsch nach dem Zusammenschluss stecken mehrere Gründe, die vom Landesverband der Volkhochschulen vorgegeben wird. Experten prognostizieren, dass sich künftig weitere kleinere Volkshochschulen zusammenschließen werden, um den Zielen des Strategiepapiers „vhs 2022“ gerecht zu werden. So müssen Volkshochschulen ab 2022 unter anderem ein anerkanntes Qualitätsmanagement sowie eine professionelle, hauptberufliche Leitung haben. Und ein entsprechend vielfältiges Programm. Neben Gesundheit, Kreativität und Sprachen soll auch die politische und vor allem die berufliche Bildung mit entsprechenden Angeboten interessant sein. Ein so breites Spektrum auf ansprechendem Niveau sei für kleinere Einrichtungen nur schwer realisierbar, berichtet Remo Steiner, Leiter der Schurwald-Volkshochschule. Durch die Kooperation ermögliche man den Teilnehmern eine wesentlich größere Auswahl. „Es hat sich gezeigt: Sowohl die Schurwald-VHS als auch die Göppinger verzeichnen Zuwächse bei den Teilnehmern“, berichtet Remo Steiner.

Als Symbol für den Erfolg der bisherigen Zusammenarbeit der beiden Bildungseinrichtungen hat Wolfgang Merkle jüngst der F-Jugendmannschaft des FC-Rechberghausen einen gesponserten Trikotsatz überreicht – mit dem gemeinsamen Logo „Volkshochschule Göppingen und Schurwald“.

 Das neue Programm von Göppingen und Schurwald indes ist „voller Highlights“, wie Wolfgang Merkle ganz selbstbewusst sagt. Auf 108 Seiten sind die Angebote präsentiert. Viele Kurse gibt es im Bereich Gesundheit und Sport – ein traditionell sehr großes Gebiet der Volkshochschule. Mit Veranstaltungen wie dem Arzt-Patienten-Forum oder auch dem Vortrag von Autor und Experten Hans-Ulrich Grimm gibt es ein interessantes Bildungsprogramm und mehr als die klassischen Sportkurse, die sich natürlich nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen. Seit 25 Jahren gehören Sprachkurse zum Angebot an der Volkshochschule – allen voran Spanisch und Italienisch. So kann man seine Fremdsprachenkenntnisse auffrischen oder eine Sprache ganz neu lernen – für den Urlaub, den Beruf oder für den Lebenspartner.

Ein Inklusionsprojekt der Aktion Mensch sei jüngst zu Ende gegangen – es soll aber weitergeführt werden. Dabei werden Kurse angeboten, die von Menschen mit oder ohne Handicap gleichermaßen besucht werden können. Im Bereich der beruflichen Bildung sind es viele Kurse rund um die Erst- oder Weiterqualifizierung für den Job. „Mit dem ,blauen Sofa‘ wollen wir eine politische Diskussionsplattform schaffen, bei der jeder mitdiskutieren kann“, berichtet Wolfgang Merkle, der ebenfalls die Vielfalt des Programms unterstreicht.

 Seit einem Jahr gemeinsame Sache

Vereinbarung Die Volkshochschule Göppingen macht seit einem Jahr gemeinsame Sache mit der Schurwald-VHS. Die Erste Bürgermeisterin Almut Cobet und Adelbergs Bürgermeisterin Carmen Marquardt als stellvertretende Verbandsvorsitzende des Zweckverbandes Schurwaldmusikschule/Schurwaldvolkshochschule unterzeichneten im Juli 2017 eine Kooperationsvereinbarung.

Strukturen Die Strukturen und Entscheidungsebenen der Einrichtungen blieben in vollem Umfang erhalten. Für die VHS Göppingen vergrößerte sich das Einzugsgebiet um rund 18 000 Einwohner.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel