Kreis Göppingen Geführte Wanderung auf Hohenstaufen

Kreis Göppingen / PM 25.04.2013

Die Reihe der geführten Wanderungen zu Burgruinen im Landkreis wird am kommenden Wochenende fortgesetzt. Am Sonntag, 28. April, geht es auf den Hohenstaufen. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr der Dokumentationsraum für Staufische Geschichte.

Der Hohenstaufen ist das Wahrzeichen der Stadt Göppingen und war der Stammsitz eines der bedeutendsten Herrschergeschlechter. Um 1070 wurde hier eine Burganlage errichtet, bald darauf stiegen die Staufer zu Herzögen von Schwaben und ab 1138 zu Königen und Kaisern auf. Nach dem Ende der Staufer 1268 kämpften die nachfolgenden Könige mit den Grafen von Württemberg heftig um den Besitz der Burg, die letztlich doch an Württemberg fiel. Mehrfach verpfändet kam die Anlage zuletzt an den schillernden Adeligen Jörg Staufer von Bloßenstaufen. Im Bauernkrieg 1525 wurde die Burg durch einen Bauernhaufen erobert und in Brand gesteckt, nachdem den wenigen Verteidigern im Pulverdampf der letzten Kanonenkugeln die Flucht gelungen war. Ein Wiederaufbau kam nicht mehr zustande, bis ins 18. Jahrhundert wurden die Ruinen abgetragen. Die Wanderung, die von Kreisarchivar Dr. Stefan Lang, Kreisarchäologe Dr. Reinhard Rademacher und Revierleiter Reiner Ertl vom Forstamt Göppingen begleitet wird, ist Teil des Veranstaltungsprogramms zum 75-jährigen Bestehen des Landkreises.