Seit einigen Wochen werden der Göppinger Jägerschaft sowie der Polizei vermehrt kranke Waschbären gemeldet, berichtet das Veterinäramt des Landkreises in einer Pressemitteilung.  Auch Füchse, Marder und Dachse sind betroffen. Mehr als 20 Fälle seien in den vergangenen vier Wochen bekannt geworden.

Die betroffenen Tiere weisen häufig klassische Staupesymptome auf, wie sie bei einem Fuchs festgestellt wurden, der bereits im Sommer in das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt in Fellbach zur Diagnostik gebracht worden sei. Die erkrankten Tiere, so erläutert der stellvertretende Leiter des Veterinäramts, Dr. Alexander Schulz-Wilkow, werden verhaltensauffällig, verlieren ihre natürliche Scheu und wirken teilnahmslos. Im weiteren Verlauf könnten sich Lähmungen entwickeln. Meist ende die Seuche tödlich.

Menschen können nach Auskunft des Experten nicht an Staupe erkranken, jedoch sind Hunde für die Viruserkrankung empfänglich. Anstecken könnten sie sich über einen direkten Wildtierkontakt oder auch über kontaminierte Gegenstände. Die gute Nachricht sei: „Es existieren wirksame Impfstoffe um der Krankheit vorzubeugen. Den Hundehaltern wird daher die Immunisierung empfohlen.“