GEDANKEN ZUM SONNTAG: Die Suche nach Glück

TOBIAS SCHART, EV. PFARRER IN BAD BOLL 11.08.2012

Immer wieder ist über das Thema "Glück" zu lesen. Ganze Forschungszweige setzen sich mit dem Glück auseinander: Psychologen, Pädagogen und sogar Gehirnforscher. Sie fragen sich, wie es zum Gefühl des Glücklichseins kommt.

Da werden allerlei äußere Umstände aufgezählt, die Glücksgefühle begünstigen können, wie finanzielle Absicherung, eine harmonische Familie, gute Freunde. In manchen Schulen wurde gar ein Schulfach "Glück" eingerichtet, wohl um Glücklichsein zu lernen oder es werden Regionen im Gehirn ausgemacht, die bei Glücksempfindungen stärker aktiviert sind.

Doch wenn wir das alles betrachten, was von diesen Wissenschaftlern aufgeführt wird, merken wir bei genauerem Hinsehen, dass ihre Forschungsergebnisse und Bemühungen nur Annäherungen sind, da und dort Glücklichsein verständlich zu machen, aber sie können nicht wirklich das Glück erklären, geschweige denn die Menschen mit ihren Forschungsergebnissen glücklich machen.

Denn man kann auch dann unglücklich sein, wenn alle äußeren Umstände es eigentlich nahe legen, dass es einem gut geht. Auch können wir nicht wirklich Glücklichsein lernen, denn was den einen freut, kann für den anderen langweilig oder sogar abstoßend sein.

Und was haben wir schon davon, wenn wir wissen, in welcher Gehirnregion das "Glücksgefühl" lokalisiert ist?

Aus der Bibel können wir lernen: Eigentlich ist das mit dem Glück ganz einfach. Das Glück stellt sich dann ein, wenn wir dankbar sind. Das ist der Schlüssel zum Glück, die Dankbarkeit.

Wer dankbar ist, ist glücklich. Und um dankbar zu sein, brauchen wir keine großen Reichtümer, sondern es reichen auch ganz kleine Dinge.

Um dankbar zu sein, genügt es, die Augen und das Herz zu öffnen, um zu erkennen, dass wir beschenkt sind. Und die Grundlage dessen, womit wir beschenkt sind, ist, dass Gott uns liebt. Wenn wir das für unser Leben annehmen, dann geht es uns so, wie dem Kämmerer nach seiner Taufe: "Er zog seine Straße fröhlich." (Apostelgeschichte, Kapitel 8, Vers 39).

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