Konzert Fulminanter Abend in der Kirche

Der Auftakt des Musikschul-Orchesters unter der Leitung von Beatrix Drunkenpolz war ein großer Paukenschlag beim Auftaktkonzert zum Süßener Stadtfest. Das Motto des musikalischen Abends: Amerika und seine Geschichte.
Der Auftakt des Musikschul-Orchesters unter der Leitung von Beatrix Drunkenpolz war ein großer Paukenschlag beim Auftaktkonzert zum Süßener Stadtfest. Das Motto des musikalischen Abends: Amerika und seine Geschichte. © Foto: Staufenpress
Süßen / Iris Ruoss 09.07.2018

Die neue Marienkirche in Süßen war zum Stadtfestauftakt fast voll besetzt. Das Motto des musikalischen Abends: Amerika und seine Geschichte. Mit großem Beifall wurden die Musiker schon zum Bühneneinmarsch begrüßt. Schon der Auftakt des Musikschul-Orchesters unter der Leitung von Beatrix Drunkenpolz war ein großer Paukenschlag.

Wie in Amerika üblich, wurde das Stadtfestkonzert mit „Fanfare for the common man“ eröffnet, und die herausragende Akustik der Süßener Marienkirche bot den Gästen ein wahrlich großartiges Klangerlebnis. Die Kooperationsveranstaltung mit dem Collegium Cantabile des Süßener Liederkranzes war eine sehr gute Wahl. Unter der Leitung von Günther Lehmann entführten die Sänger nicht nur nach Amerika, sondern servierten auch ein französisches Medley. „From a Distance“, der Song von Julie Gold, mit ganz leisen Tönen begeisterte genauso wie „Les Choristes“ von Bruno Coulais. Die Süßener Sänger sind sprachbegabt, können nicht nur Englisch und Französisch, sondern mit Hebräisch auch eine außergewöhnliche Sprache und die brachten sie gekonnt auf die Bühne des Kirchenschiffs.

Medley aus „Schindlers Liste“

Das Medley aus „Schindlers Liste“ zeigte auch die dunklen Seiten der jüdischen Geschichte. Mit Bashana Haba`ah, einem Song von Nurit Hirsch, wurde eindrücklich die Hoffnung auf bessere Tage präsentiert. Das Publikum zeigte sich mehr als begeistert vom Auftritt des Collegium Cantabile und das zurecht. Auch ein Medley aus Anatevka, musikalisch vom Lehrerorchester der Süßener Musikschule begleitet, sorgte für rauschenden Beifall.

Eigentlich hätte es eine Zugabe geben müssen, so ausdauernd applaudierten die Gäste, die Sänger verließen die Bühne aber ohne ein weiteres Musikstück.

„KreativPercussion“ steht für Rhythmus pur, und das Schlagwerkensemble machte seinem guten Namen alle Ehre. Das gesamte Abendprogramm war abwechslungsreich und bunt gemischt. Ob klassisch, rockig oder poppig, ein Genuss für die Ohren und gelungen gemixt. Ganz modern zeigten sich die jungen Percussion-Musiker mit „Viva la vida“ von Coldplay und „Pokerface“ von Lady Gaga, beides arrangiert von Ensembleleiter Oliver Locherer.

Kein geringerer als Leonard Bernstein steht hinter der Mutter der Musicals, der „West Side Story“, und das Medley brachte das Orchester genauso gekonnt in die Marienkirche wie das Stück „John Henry“. Mit „I See Fire“ von Ed Sheeran hatte sich der Kinderchor einen ganz neuen und hoch erfolgreichen Song von Ed Sheeran ausgesucht, dazu „Lacrymosa“ von Evanescence.

Unter der Leitung von Tina Zeller trafen beide Stücke ins Schwarze, und schon die Kleinen zeigten, dass sie einiges können. Den fulminanten Abschluss machte das Gemeinschaftsstück, das den mehr als gelungenen Konzertabend gekonnt abrundete. Auch dafür wurde mit Mark Forster ein moderner Interpret ausgesucht, der die Hitlisten stürmt.

Auftaktkonzert hat Tradition

Lange Geschichte Es ist schon Tradition, dass das Süßener Stadtfest am Freitag mit dem Stadtfest-Konzert eingeläutet wird. Anders als noch im Vorjahr angekündigt, fand das Konzert nicht in der neuen Kultur- und Sporthalle, sondern  wie in den Vorjahren wieder in der Neuen Marienkirche in Süßen statt.

Partner Die Kolping-Musikschule Süßen hatte in diesem Jahr das Collegium Cantabile des Liederkranzes Süßen unter der Leitung von Günther Lehmann als musikalischen Partner. Außerdem waren das Musikschulorchester unter der Leitung von Beatrix Drunkenpolz und der Kinderchor unter der Leitung von Tina Zeller wieder mit an Bord. Mit von der Partie war außerdem das über Süßen hinaus bekannte Schlagwerkensemble „KreativPercussion“ unter der Leitung von Oliver Locherer.

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