Natur Füttern verboten: Nilgänse werden auf Diät gesetzt

Nilgänse sehen putzig aus, sollten aber nicht gefüttert werden – im Interesse der Wasserqualität.
Nilgänse sehen putzig aus, sollten aber nicht gefüttert werden – im Interesse der Wasserqualität. © Foto: Stadt Kirchheim
Kirchheim / SWP 24.06.2017

Das Naherholungsgebiet Kirchheimer Bürgerseen erfreut sich insbesondere an heißen Sommertagen großer Beliebtheit. Kein Wunder: Der Untere See, der teilweise zum Baden freigegeben ist, verfügt laut EU-Richtlinie über eine ausgezeichnete Wasserqualität. Diese Aussichten werden jedoch durch freilebende Nilgänse getrübt, die Badestellen und Futterstelle verunreinigen. Die Stadtverwaltung ruft die Bevölkerung zum Wohle der Bürgerseen und aller Erholungssuchenden dringend dazu auf, auf das Füttern der Vögel zu verzichten.

Zu den zahlreichen Wildvögeln die an den Kirchheimer Bürgerseen leben, gehören seit 2013 auch die besonders auffälligen großen Nilgänse. Nilgänse wurden im frühen 18. Jahrhundert als Ziervögel nach Europa eingeführt und dort in Parks gehalten. Seit den 1970er Jahren hat auch die Zahl der freilebenden Nilgänse zugenommen. Diese ernähren sich hauptsächlich von Gräsern, suchen aber auch Getreidefelder auf und fressen wie Stockenten auch Brot. Hier denkt offenbar mancher Bürger, er tue etwas Gutes und füttert diese. Durch das Füttern gewöhnen sich die Tiere jedoch an den Menschen und an die die Futterstelle, gibt die Kirchheimer Stadtverwaltung zu bedenken. Sie halten sich dort gerne auf und koten ab. Dadurch verunreinigen sie die Badestellen und das Wasser stark. Und kommt ihnen jemand zu nahe, dann wird er schmerzhaft gezwickt. Deshalb appelliert man bei der Stadt Kirchheim an die Badenden und Spaziergänger, die Gänse auf Diät zu setzen und auf das Füttern lieber zu verzichten.

Info Das Naherholungsgebiet Bürgerseen liegt im Talwald zwischen Kirchheim und Nürtingen. Es besteht aus den drei Seen „Oberer See“, „Mittlerer See“ und „Unterer See“. Schwimmen ist nur am „Unteren See“, dem größten der drei Seen, gestattet. Er ist ein beliebter Treffpunkt zum Grillen. Hunde müssen an der Leine geführt werden und dürfen nicht in den Seen baden.