Göppingen Fröhliche Christin mit Schwäbisch im Blut Maria Katharina Müller feierten ihren 80.

HELMUT KLATT 11.02.2012
Eine der profiliertesten Persönlichkeiten im kommunalen und kirchlichen Leben Göppingens wird heute 80 Jahre alt: Maria Katharina Müller.

In ihrer unnachahmlichen, erfrischenden, zupackenden Art ist sie unzähligen Menschen persönlich und auf Veranstaltungen begegnet, hat sie zum Lachen, Schmunzeln und zum Nachdenken gebracht und tut das auch noch heute in einer herzlichen Direktheit. Geboren und aufgewachsen ist Maria Katharina Müller in Nellingen, wo sie ihren Ehrentag im Kreise von Freunden und Familie - sie ist dreifache Mutter und mehrfache Großmutter - gebührend nachfeiern wird, ist sie ein Mensch, der den Mitmenschen ganz nah ist, ihnen - gut lutherisch - "aufs Maul schaut", selber nicht "aufs Maul gefallen" ist, sondern gerade heraus, aber nie verletzend, ihre Meinung sagt, meist auf gut Schwäbisch, oft auch kabarettistisch als "Kätter von der Alb" in entsprechender Tracht. "Die Mundart darf nicht aussterben, sagt sie, man kann damit Heiterkeit verbreiten".

Maria Katharina Mülle kennt sich auf vielen Gebieten aus, nicht nur in der Landwirtschaft, die ihr Ursprung ist und immer ihre Leidenschaft war. Sie arbeitete als Landwirtschaftslehrerin. Der Beruf führte sie nach Göppingen. Mit profunden Kenntnissen gehört sie seit 35 Jahren zu den beliebtesten Stadtführerinnen. Sie ist dabei, wenn es um Kommunalgeschichte und -politik geht, ist auf ungezählten Gruppen- und Gemeindeabenden gern gesehener Gast und Referentin, häufig in der Frauenarbeit und seit Jahrzehnten bei den Landfrauen.

Ihr besonderes Engagement lag und liegt noch immer im kirchlichen Bereich. Sie arbeitet nach wie vor mit im Gesprächskreis "Offene Kirche", war für diese Gruppe ein dutzend Jahre lang Mitglied der evangelischen Landessynode, hat sechs Jahre die Göppinger Bezirkssynode gleitet und ist immer noch aktiv bei der kirchlichen Partnerschaft mit Kamerun, wohin sie zweimal als Delegationsmitglied gereist ist und dabei markante Akzente gesetzt hat - wahrlich ein "fröhlicher Christenmensch".