Das Göppinger Haus der Jugend an der Dürer­straße ist im Wandel. Doch zumindest seit der Aktion Stadtoase Ende 2017 ist klar, dass die Jugendlichen am Standort hängen. Nach der Präsentation der Ergebnisse, die die Jugendlichen in den Workshops erarbeitet haben, wurde klar:  Das Haus der Jugend bleibt in der Dürerstraße. Außerdem erklärten die häufigen Besucher des Hauses, sie wünschen sich, dass das Haus der Jugend öfter geöffnet und optisch neu gestaltet wird.

Schon vor der „Stadtoase“ hatte es im Haus der Jugend kleinere Renovierungsarbeiten gegeben. „Da die Hochbauverwaltung ausgelastet ist, ist eine Grundsanierung des Gebäudes im Moment nicht möglich“, erklärt Harald Moll, der Leiter des Hauses.  Um den Jugendlichen zu signalisieren, dass ihre Arbeit nicht vergebens war, wird jetzt im kleineren Rahmen renoviert.

Zuschuss von 20.000 Euro

 Ein bisschen Geld ist da: Während der Haushaltsplanberatungen für dieses Jahr haben mehrere Fraktionen Mittel für das Haus der Jugend beantragt. Der Gemeinderat hat einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro zugestimmt. Das Geld kommt der Umgestaltung des Jugendcafés zugute. Laut Harald Moll soll das Café optisch freundlicher gestaltet werden.  Durch die Erneuerung von Wandfarbe und Beleuchtung  soll der Raum heller und einladender werden. Außerdem werden sogenannte „Kommunikationsinseln“ eingerichtet, um im Café kleinere Nischen und Raum für etwas Privatsphäre zu schaffen.

„Für den Beginn der Renovierung gibt es noch keinen konkreten Termin“, berichtet Moll. Es sei aber geplant, dass die Jugendlichen bei der Renovierung mitwirken. Moll zufolge zeigt die SMV des benachbarten Hohenstaufen-Gymnasiums Interesse daran, an der Umgestaltung mitzuwirken. Der Wunsch sei, im Haus der Jugend in Zukunft mit mehreren Schulen zu kooperieren.

Das Konzept für die Nutzung der anderen Räume im Haus der Jugend ist noch unklar. Ein seit längerem diskutierter Vorschlag besteht darin, dass aus einer Zusammenarbeit zwischen dem Integrationsausschuss und den Jugendlichen ein „Haus der Vielfalt“ entsteht, in dem Jugend, Kultur und Bildung gemeinsam Platz haben. Weitere Vorschläge kommen von der Stadtverwaltung. „Ich hoffe, dass wir bald gemeinsam mit der Stadtverwaltung über das neue Konzept entscheiden können“, erklärt Harald Moll.

Die Geschichte des Hauses der Jugend


Ursprung Im Dezember 1947 war das Haus der Jugend von den Amerikanern gegründet worden. Es war in den Anfangsjahren in mehreren Gebäuden in der Stadt untergebracht. Mitte der 50er Jahre wurde der Trägerverein „Göppinger Jugendheim“ gegründet“.

Neubau Das Haus an der Dürerstraße wurde von 1968 bis 1969 gebaut. Inklusive der Hausmeisterwohnung standen mehr als 1000 Quadratmeter zur Verfügung, mit Tischtennisraum, Veranstaltungssaal, Café, Gruppenräumen und Kreativbereich. Seit den 90er Jahren wurde das Angebot deutlich reduziert.