Vereine Frisch Auf erwägt Bau einer Halle

Im Dr.-Heinrich-Zeller-Stadion, das der Stadt Göppingen gehört, plant Frisch Auf den Bau einer vereinseigenen Gymnastikhalle samt neuer Geschäftsstelle.
Im Dr.-Heinrich-Zeller-Stadion, das der Stadt Göppingen gehört, plant Frisch Auf den Bau einer vereinseigenen Gymnastikhalle samt neuer Geschäftsstelle. © Foto: Giacinto Carlucci
Göppingen / Arnd Woletz 04.08.2018

Eines stellt Frisch-Auf-Präsident Thomas Lander klar: Mit den Handball- Profis hat der geplante Bau einer vereinseigenen Gymnastikhalle nichts zu tun. Im Gegenteil. Das ins Auge gefasste Gebäude innerhalb des Dr.-Heinrich-Zeller-Stadions an der Hohenstaufenstraße soll nicht für Ballsport geeignet sein. Mit etwa 200 Quadratmetern sei die Halle eher für Gesundheitskurse, Yoga, Mutter-Kind-Kurse und ähnliches geeignet, erklärt Lander. Präsidium und Vereinsrat seien übereingekommen, den Bau der Halle samt Umkleiden in dem städtischen Stadion jetzt ins Auge zu fassen. Im Neubau könnte auch eine vergrößerte Vereins-Geschäftsstelle unterkommen. Der aus Sicht des Vereins geeignete Platz wäre neben der bereits bestehenden Judo-Halle und dem Frisch-Auf-Vereinsheim.

Noch stecke das Vorhaben in den Kinderschuhen, betont Lander. Dennoch habe man bereits den Kontakt mit der Stadt Göppingen aufgenommen, die  das Grundstück in Erbbaupacht zur Verfügung stellen müsste. Für das Gebäude sind 1,5 Millionen Euro Baukosten im Gespräch. Davon hofft der Verein auf Zuschüsse von der Stadt Göppingen und dem Württembergischen Landessportbund (WLSB)  in Höhe von 60 Prozent.  Das geht aus einem Brief an den Oberbürgermeister hervor. Auch mit den Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat habe es erste Gespräche  gegeben. Derzeit prüfe eine Beraterfirma den Bedarf und die Chancen des Projekts, so Lander.  Im Falle positiver Signale müsse eine fundierte Kostenschätzung her und entschieden werden, wie groß gebaut werden soll, meint der Präsident. Selbstverständlich hätten die Mitglieder beim Baubeschluss die Entscheidungsgewalt. Klar ist laut Thomas Lander auch: Es könne passieren, dass der Verein nicht bauen kann, weil es zu teuer wird. „Wir werden keine finanziellen Risiken eingehen“. Als Grund für die Hallenpläne nennt der Vereinspräsident, dass die Mitgliederzahlen wie in den meisten anderen sporttreibenden Vereinen im Sportkreis Göppingen deutlich rückläufig sind. Bei Frisch Auf ging die Zahl in den vergangenen acht Jahren um etwa zehn Prozent zurück. Damit kam der Verein vergleichsweise glimpflich davon und ist mit derzeit 1865 Mitgliedern nach wie vor der größte Verein in der Hohenstaufenstadt. Es sei aber notwendig, neue zeitgemäße Angebote zu machen, um die Zukunftsfähigkeit zu sichern, heißt es in dem Schreiben der Vereinsspitze an den Oberbürgermeister. Vereinspräsident Lander ergänzt, dass der Verein viele Aufgaben übernehmen müsse – von der Jugendarbeit über Flüchtlingsbetreuung bis zur Ganztagsschule. Die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Einsatz sei in der Bevölkerung aber rückläufig.

Weitere Baupläne an der Hohenstaufenstraße

Die Sportanlagen an der Hohenstaufenstraße in Göppingen erfahren immer mehr Aufwertung. In den vergangenen Jahren wurde an vielen Sportplätzen und Stadien investiert. Einen Steinwurf entfernt liegen Tennisplätze, Soccer- und Reithalle sowie die Turnhallen der Walther-Hensel-Schule und der Grundschule im Stauferpark. Neben Frisch Auf hegen auch andere Vereine Bauabsichten.

Die Behindertensportgemeinschaft  Göppingen (BSG) plant gegenüber vom Sportvereins-Stadion eine Gymnastikhalle mit Erweiterungsoption.

Der Alpenverein, Sektion Hohenstaufen, erwägt den Bau einer neuen Kletterhalle in unmittelbarer Nachbarschaft. Der Gemeinderat hat den Bebauungsplan geändert, um die 19 Meter hohe Halle möglich zu machen.

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