Holzheim Friedenslinde zum 125. Geburtstag

Hanna Schütze-Clement und ihr Mann Volker Schütze an der Friedenslinde.
Hanna Schütze-Clement und ihr Mann Volker Schütze an der Friedenslinde. © Foto: Haas
Holzheim / Von Margit Haas 12.04.2018
Vor 125 Jahren gründeten Wanderfreunde die Ortsgruppe Holzheim des Albvereins. Zum Jubiläum wird ein Rundweg eingeweiht.

Hanna Schütze-Clement hat die alten Protokolle gewälzt und sich auf die geschichtlichen Spuren der Ortsgruppe Holzheim des Schwäbischen Albvereins (SAV) gemacht. Ein offizielles Gründungsdokument konnte sie nicht ausfindig machen. „Aber in den ersten ,Blätter des SAV’, unserem Mitteilungsblatt, ist im Jahre 1893 der Vertrauensmann Pfarrer Mülot genannt.“

Vor 125 Jahren also hatten sich Menschen, die sich gerne gemeinsam in der Natur bewegen, zusammengeschlossen. Das Jubiläum feiert die Ortsgruppe am kommenden Sonntag. Im Mittelpunkt steht dabei die Einweihung des Rundweges „Friedenslinde“, den die Ortsgruppe initiiert hat. „Die Linde ist ungefähr 150 Jahre alt“, hat Hanna Schütze-Clement recherchiert. Wann genau sie gepflanzt worden war und was der Anlass war, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. „Nach dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 waren aber solche Linden gepflanzt worden“, hat sie recherchiert.

Vom Bänkchen unter der Linde schweift der Blick weit über das Albvorland hinweg zur Schwäbischen Alb oder Richtung Filstal und den Drei-Kaiser-Bergen. Der Baum bildet eine Etappe des gut acht Kilometer langen Weges um Holzheim herum. „Er beginnt an der Turnhalle des Turnvereins, führt über das Rathaus zur Rigi-Ruh, an der Bepo vorbei zur Friedenslinde und weiter nach St. Gotthardt“, beschreibt Hanna Schütze-Clement, die die Ortsgruppe Holzheim gemeinsam mit Liane Erhardt-Schmid und Peter Austen leitet. Von St. Gotthardt führt die Route über Ursenwang und Manzen zur Gaststätte des Turnerbundes, über den Ramsbach an zwei Wasserbehältern vorbei zum Holzheimer Friedhof und wieder zurück zum TV-Heim.

Am Sonntag wird der Weg eingeweiht. Dass er gut in Schuss ist, dafür werden die Mitglieder der Ortsgruppe sorgen und Schäden der Stadt melden. Bis vor wenigen Jahren noch hatten sie selber kleinere Reparaturarbeiten übernommen. „Leider haben wir keinen Wegewart mehr“, bedauert die pensionierte Lehrerin. Auch ein Naturschutzwart fehle. Zudem sei die Zahl der Mitglieder von einst 155 auf rund 90 zurückgegangen. Vor allem an jüngeren Mitgliedern und an Familien fehle es. Der Dachverband gebe Anregungen, um gerade die anzusprechen. „Für eine Familienwandergruppe brauchen wir aber einen entsprechenden Wanderwart“, wirbt sie.

Dabei sei doch die Bewegung in der Natur mit einer Gruppe Gleichgesinnter besonders bereichernd. „Alleine geht man immer nur auf ausgetretenen Pfaden“, ist die Erfahrung der Albvereins-Frau. „Bei uns finden die Wanderfreundinnen und Wanderfreunde auch in der nahen Umgebung immer wieder neue Wege, sind mit netten Menschen unterwegs an der frischen Luft“, beschreibt sie die regelmäßigen Wanderausflüge der Gruppe. „Gäste sind uns immer willkommen“, bekräftigt die Holzheimerin. „Sie treffen bei uns auf nette Menschen mit ganz unterschiedlichen Talenten.“

Jubiläumsfeier mit Gottesdienst und Empfang

Feier Die Jubiläumsfeier am kommenden Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einem Wandergottesdienst in der St.-Bernhard-Kirche. Beim Empfang im benachbarten Gemeindehaus werden die „Drei Oldies“ die Gäste musikalisch begrüßen. Nach den offiziellen Grußworten wird Hanna Schütze-Clement auf die Geschichte der Ortsgruppe zurückblicken. Dem schließt sich die „Erstbegehung“ des Rundweges Friedenslinde und die Einkehr in die TV-Gaststätte an.

Wanderung Am Sonntag, 29. April, lädt die Ortsgruppe Holzheim des Albvereins zu einer Wanderung, geführt von Reinhard Schmid, ins Lautertal und zur Wimsener Höhle ein. Am 13. Mai führen Dorothee und Peter Schmid über das Kalte Feld. Alle Termine im Internet unter https://holzheim.albverein.eu/

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel