Eislingen/Adelberg Freude über den klaren Sieg

Eislingen/Adelberg / Helge Thiele und Susann Schönfelder 12.03.2018
Glückwünsche nach der Wahl: In  Eislingen und Adelberg konnten die Amtsinhaber die Bürgermeisterwahl am Sonntag klar für sich entscheiden.

In Adelberg saß Carmen Marquardt am Montag an ihrem Schreibtisch im Rathaus – und arbeitete weiter an den wichtigen Projekten für die Gemeinde. „Es ist ein ganz normaler Tag“, sagte die Bürgermeisterin, die am Sonntag mit einer satten Mehrheit von 72,3 Prozent klar im Amt bestätigt worden war.

„Ich bin so was von glücklich und zufrieden und fühle mich gestärkt“, sagte Marquardt am Montag gegenüber unserer Redaktion. Vor allem auch die hohe Wahlbeteiligung von 72,8 Prozent wertet die 47-Jährige „für mich und den Gemeinderat als Dankeschön und Bekräftigung für das, was wir in den vergangenen Jahren bewegt haben“.

Dass ihr Herausforderer aus dem Ort, Robert Kraft, am Sonntag 26,1 Prozent erreicht hat, wertet Marquardt nicht im Geringsten als „Denkzettel“ für sie. „Nein, überhaupt nicht“, meint sie. „Das war mir vollkommen klar. Das sind einfach noch die Nachwehen aus vergangenen Zeiten.“

Tatsächlich haben Marquardt und die Gemeinde unruhige Jahre erlebt – vor allem in der ersten Hälfte von Marquardts bisheriger  Amtszeit. Bei der Wahl vor acht Jahren hatte sie – für viele völlig überraschend – gegen den damaligen Bürgermeister Wolf-Dieter Hermann mit 60,9 Prozent triumphiert. Danach galt das Dorf im Schurwald lange als „gespalten“. Nach der Gemeinderatswahl vor vier Jahren und im Zuge des neuen Konzepts für den ehemaligen Campingplatz und das frühere Wellenhallenbad beruhigte sich die Lage.

Am Sonntagabend seien noch viele Bürger mitgekommen, um gemeinsam mit ihr zu feiern“, sagte Marquardt am Montag. Das habe sie „sehr gefreut“.

Auch in Eislingen wurde am Tag nach der OB-Wahl noch intensiv gratuliert: Dort hatten die Wähler ihren Oberbürgermeister Klaus Heininger am Sonntag mit 97,7 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Deutlicher kann ein Wahlsieg eigentlich kaum ausfallen. Der 56-jährige, parteilose Amtsinhaber bekam 3113 Stimmen, 72 Stimmen (2,9 Prozent) entfielen auf andere Namen.

Doch diese Zahlen zeigen auch: Die Wahlbeteiligung lag nur bei knapp über 20 Prozent. Wahlberechtigt waren knapp 16 000 Eislinger, an der Wahl beteiligt haben sich jedoch nur 3185. Was nach Einschätzungen in Eislingen vor allem daran gelegen haben dürfte, dass Klaus Heininger der einzige Kandidat war und von einer Wechselstimmung oder größeren Unzufriedenheit mit dem Amtsinhaber in der Stadt vor der OB-Wahl nichts zu spüren war. Im Gegenteil. Heininger gilt vielen als Rathauschef, der sehr viel arbeitet und ein offenes Ohr für die Bürger hat. Manche Eislinger bezeichnen Klaus Heininger auch als „Perfektionisten“. Gegenüber unserer Redaktion wollte der frisch wiedergewählte OB am Montag trotz seiner Freude über den Sieg keine weitere Stellungnahme zum Wahlausgang abgeben. „Nach dem verletzenden Kommentar möchte ich zur Wahl nichts mehr sagen“, meinte der von der Berichterstattung enttäuschte Sieger, der in der Großen Kreisstadt nun in seine zweite Amtszeit starten kann.

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