Geislingen Film über Bauernkrieg

Geislingen / SWP 11.10.2014
Geislingen. In der Veranstaltungsreihe "Geislinger Kulturherbst" ist am Dienstag, 14. Oktober, 20 Uhr, im Gloria Kino Geislingen der Film "Der Tod des weißen Pferdes" zu sehen. Deutschland im 16. Jahrhundert: Ein Dorf wird verkauft.

In der Veranstaltungsreihe "Geislinger Kulturherbst" ist am Dienstag, 14. Oktober, 20 Uhr, im Gloria Kino Geislingen der Film "Der Tod des weißen Pferdes" zu sehen. Deutschland im 16. Jahrhundert: Ein Dorf wird verkauft. Bald müssen die Bauern erleben, wie sich unter der neuen Obrigkeit ihre Lebensverhältnisse so sehr verschlechtern, dass das Joch aus Abgaben und Fronarbeit nicht mehr zu tragen ist. Betrug und Gewalt herrschen, das alte Recht soll nicht mehr gelten. Da schlägt Frömmigkeit in offenen Widerstand um.

Der Spielfilm von Christian Ziewer aus dem Jahr 1984/85 überzeugt durch seine große Authentizität. Neben bekannten Schauspielern wie Ulrich Wildgruber, Angela Schanelec, Udo Samel, Peter Franke und Dietmar Schönherr, wirken Bäuerinnen und Bauern aus den Gemeinden Schlaifhausen und Langenzenn in Franken mit, in denen der Film entstand. Christian Ziewer: "Der Tod des weißen Pferdes enthält neben der Geschichte der kleinen Leute und ihrer Rebellion auchdie Parabel vom immer wiederkehrenden Traum von einer gerechteren Welt. Dieser Traum ist die notwendige Kehrseite der Trauer. Nur wenn der Zuschauer danach fragen kann, was noch nicht eingelöst ist an Versprechen, wird seine Trauer ihn nicht entmutigen. Deshalb soll ein historischer Film nicht nur vom Zurückliegenden, Untergegangenen berichten, sondern auch vom Nicht-Gewordenen, von dem, was noch werden muss".

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