Geislingen Feuer richtet 80.000 Euro Schaden an

MANFRED BOMM 07.08.2012
Beißender Qualm hat am Montagabend den Geislinger Stadtrand in Richtung Längental eingehüllt. Grund: In der Schützenstraße brannte eine Pergola nieder. Das Feuer drohte auf ein Wohnhaus überzugreifen.

Der dichte Rauch, der am späten Montagabend aus dem Längental bis zur Heidenheimer Straße zog, ließ Schlimmes befürchten. Doch dank des schnellen Eingreifens der Geislinger Feuerwehr konnte größerer Schaden vermieden werden. Die drei Bewohner eines Doppelhauses konnten sich selbst in Sicherheit bringen.

Der Alarm ging bei der Feuerwehr um 22.46 Uhr aus der Schützenstraße ein. Im hinteren Teil eines Doppelhauses stand die Holzkonstruktion einer Pergola in hellen Flammen. Da sie mit einem flachen Gebäudeanbau verbunden war, griff das Feuer bereits auf dessen pultartigen Dachstuhl über. Dem Stadtlöschzug der Geislinger Feuerwehr gelang es jedoch, ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern.

Weil beim Eintreffen der Einsatzkräfte zunächst unklar war, ob sich vorne in den beiden teilweise verrauchten Doppelhaushälften noch Menschen aufhielten, wurden die Räume mit Atemschutzträgern durchsucht. Die Bewohner – ein Ehepaar und eine Rentnerin – hatten die Gebäude jedoch bereits verlassen. Die drei Personen wurden von der Schnelleinsatzgruppe des Roten Kreuzes betreut; der Mann musste mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vorübergehend in der Helfenstein Klinik behandelt werden.

Die starke Rauchentwicklung war nach Angaben von Kommandant Jörg Wagner insbesondere auf sechs Winterreifen zurückzuführen, die unter der Pergola ein Raub der Flammen geworden sind.

Die Feuerwehr, die mit 40 Mann ausgerückt war, hatte den Brand bereits eine halbe Stunde nach der Alarmierung unter Kontrolle. Die Wohnräume des Anbaus wurden allerdings durch Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen; außerdem gab es im gesamten Gebäude starke Verunreinigung durch Ruß. Den entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei auf rund 80 000 Euro.

Weshalb die Pergola in Brand geraten ist, war gestern noch unklar. Allerdings, so erklärte Polizeirevierleiter Manfred Malchow, seien technische Ursachen oder gar ein Blitzschlag auszuschließen.