Göppingen Faszination Olympia

Göppingen / PM 15.12.2014
Werte und deren Wandel in der Geschichte der Olympischen Spiele, so lautete der Vortrag im Mörike-Gymnasium mit Professor Axel Horn.

Im Rahmen der Reihe "Querdenken ermöglichen" äußerte sich Horn zum Thema "Faszination Olympia - Werte und Wandel". Inhaltlich leitend waren dabei Fragen wie: Welche Absicht steckt - sowohl damals wie heute - vorrangig hinter der Veranstaltung Olympischer Spiele? Steht die Verleihung von Medaillen für herausragende sportliche Leistungen im Vordergrund oder geht es den Veranstaltern um den finanziellen Gewinn? Der Vortrag fand in der Mensa des Mörike-Gymnasiums statt. Neu war an diesem Abend die Einbindung des Seminarkurses am Mörike- Gymnasium, der sich mit diesem Thema aktuell auseinandersetzt und im Anschluss an den Vortrag die Gelegenheit nutzte, Antworten auf zentrale Fragen zu erhalten. Dr. Dr. Axel Horn, Professor für Sportpädagogik und Sportdidaktik, Institutsdirektor der Geisteswissenschaften sowie Abteilungsleiter für Sport und Bewegung an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, sprach über die Olympischen Spiele seit der Antike. Erstmals wurden sie 1896 wieder ausgetragen. Spannend ist in diesem Zusammenhang jedoch vor allem die Frage, welche Werte einst galten und inwiefern sich das Verständnis bis heute gewandelt hat. Heutzutage habe sich Olympia vor allem dem Markt verschrieben mit dem Ziel, eine wirtschaftlich führende Größe zu sein. Athleten verdienten zum Teil Millionenbeträge, die Umsätze von Olympischen Spielen liege im Milliardenbereich. Dabei richten sich die Gewinnsummen der Athleten vor allem danach, ob der entsprechende Sport das Interesse seiner Zuschauer befriedige und somit medienwirksam sei. Letztendlich führe diese Entwicklung zur der Frage, welche Faszination heute von Olympia ausgeht. Aus politischer Sicht lasse sich diese Frage wohl am besten beantworten: Es bestehe die Hoffnung auf Sport als Verbindungsglied zwischen Nationen, auf das Entstehen einer Gemeinschaft, der Ausbildung eines Wir-Gefühls und im Idealfall auf eine Soziogenese, einer entstehenden Gemeinschaftskultur. Im Anschluss an den Vortrag konnten Fragen gestellt werden. Horn äußerte abschließend den Wunsch, dass in Zukunft auch arabische Frauen an den Spielen teilnehmen dürfen.

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