Beteiligung Fahrgäste sollen mitreden

Helge Thiele 15.09.2017
Premiere im Landkreis: Von Montag an können sich engagierte Bürger für den neuen Fahrgastbeirat des Filsland Mobilitätsverbunds bewerben.

Wer im Landkreis den öffentlichen Nahverkehr nutzt und helfen möchte, diesen zu verbessern, kann sich künftig dafür engagieren. Vom kommenden Montag, 18. September, an haben Fahrgäste die Möglichkeit, sich für den Fahrgastbeirat des Filsland Mobilitätsverbunds zu bewerben, der neu geschaffen wird. Das Gremium, das im Herbst 2016 von den Grünen im Kreistag beantragt worden war, soll sich mit allen Themen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)  beschäftigen.

„Kontinuierlich erhält der Fahrgastbeirat aus erster Hand Neuigkeiten und Veränderungen, die den ÖPNV betreffen und berät den Filsland Mobilitätsverbund bei verkehrsrelevanten Themen“, erläutert Geschäftsführer Tobias Maier. Gesucht werden hierfür Fahrgäste, die ihre Erfahrungen einbringen und somit „gemeinsam die Attraktivität des Nahverkehrs steigern möchten“, heißt es in einer Pressemitteilung des Verkehrsverbunds. Der ehrenamtliche Beirat soll als Bindeglied zwischen Fahrgästen und Unternehmen dienen sowie den Austausch von Anregungen und Kritik ermöglichen.

Zusammengesetzt wird der Fahrgastbeirat zur Hälfte aus interessierten ÖPNV-Nutzern und zur anderen Hälfte aus Vertretern verschiedener Verbände, erklärt Günter Koser von der Geschäftsführung des Filsland Mobilitätsverbunds. „Insgesamt besteht der Beirat aus zwölf Mitgliedern. Diese setzen sich aus sechs nichtorganisierten Mitgliedern, vier organisierten Mitgliedern aus Verbänden und Vereinen (ADFC, VCD, Kreisseniorenrat und Kreisbehindertenring), einem Vertreter des Landkreises und einem Vertreter des Filsland Mobilitätsverbunds zusammen“, so Koser. Die Amtszeit des Fahrgastbeirats ist auf drei Jahre begrenzt und beginnt im Dezember 2017/Januar 2018. Das neue Gremium soll mindestens zweimal jährlich tagen.

Bei der Auswahl der Bewerber soll die Vielfalt der Fahrgastgruppen aus dem Verbundraum, ein Querschnitt aus Alter, Geschlecht, Nationalität und Mobilitätseinschränkung, abgebildet werden. Jörg-Michael Wienecke, Leiter des Amts für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur im Göppinger Landratsamt, betont, dass Bewerbungen gerade auch von Personen mit Migrationsgeschichte ausdrücklich erwünscht seien. „Die eingegangenen Bewerber werden anhand der genannten Kriterien ausgewählt. Die Herausforderung besteht darin, die Vielfalt der Fahrgastgruppen anhand der eingegangenen Bewerbungen zu berücksichtigen.“

Die Bewerbungsfrist für den Fahrgastbeirat läuft bis 30. September. Gehen mehr Bewerbungen als die geforderte Anzahl an Mitgliedern ein, entscheidet das Los über die Besetzung.

Wer in den Beirat aufgenommen wird, soll am 15. November bekannt gegeben werden. „Bis dahin freuen sich alle Beteiligten über den regen Eingang von Bewerbungen“, sagt Wienecke.

Den Bewerbungsbogen gibt es auf der Homepage des Filsland Mobilitätsverbunds (www.filsland.de), in der Geschäftsstelle des Verbunds und  beim Amt für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur im Landratsamt.

Fakten zum Filsland Mobilitätsverbund

Entstehung Die Filsland Mobilitätsverbund GmbH ist ein Verbund aus allen Busunternehmern im Landkreis und der Deutschen Bahn. Gegründet wurde der von Land und Landkreis finanzierte Verbund im Oktober 2010. Seit 1. Januar 2011 gibt es einen einheitlichen Tarif.

Angebote Mit dem Filsland-Ticket wird nur ein Fahrschein benötigt, um mit Bus und Bahn mobil zu sein. Ferner ist in den Bussen das Baden-Württemberg-Ticket gültig. Außerdem gibt es für Fahrten innerhalb der Metropolregion Stuttgart  das Metropol-Tagesticket.

Unternehmen OVG (Göppingen), Frank & Stöckle (Hattenhofen), Hildenbrand (Gruibingen), Omnibusverkehr (Schlierbach),
Sihler (Geislingen),
Auto-Mann (Blaubeuren), Merkle (Böhmenkirch), DB Bahn Regiobus Stuttgart und Deutsche Bahn AG.