Göppingen EWS-Arena: Umbau kostet 17,3 Millionen

Göppingen / HEL 28.02.2012

Gut zweieinhalb Jahre nach Einweihung der Göppinger EWS-Arena steht fest, was der Um- und Ausbau der Hohenstaufenhalle gekostet hat: 17,27 Millionen Euro. Am kommenden Donnerstag wird die seit langem erwartete und von Stadträten mehrfach eingeforderte Schlussrechnung im Gemeinderatsausschuss für Umwelt und Technik öffentlich vorgestellt und erläutert (Beginn um 17 Uhr).

Baubürgermeister Olav Brinker betonte gestern auf Anfrage der NWZ, dass der Betrag - exakt sind es 17 274 519,05 Euro - alle Kosten der Baumaßnahme umfasse und es keine strittigen Nachtragsforderungen gegenüber Firmen mehr gebe. In der Gesamtsumme seien auch alle Zuschüsse enthalten, die die Stadt bekommen habe. Insgesamt seien dies 4,5 Millionen Euro, so Brinker. Zwei Millionen davon sind Landeszuschüsse aus dem Fördertopf für den Bau überregional bedeutsamer Sportstätten, zwei Millionen Euro hat der Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen beigesteuert und 500 000 Euro hat der Landkreis nach einigem Zaudern als Zuschuss für die Medientechnik in der Arena bewilligt.

Ursprünglich hatte die Stadt für die Erweiterung der Hohenstaufenhalle auf 5600 Plätze und den Anbau einer Schulsporthalle 11,8 Millionen Euro veranschlagt (Baubeschluss). Es folgten massive Kostensteigerungen - begleitet von heftigen politischen Debatten. Im Fokus der Kritik stand dabei das von der Stadt beauftragte Projektsteuerungsbüro. Im Dezember 2008 legte der Gemeinderat auf Vorschlag von OB Guido Till eine neue Kostenobergrenze von 18 Millionen Euro fest und stellte entsprechende Mittel bereit. Gegenüber den ursprünglich veranschlagten Kosten verteuerte sich der Hallenausbau um knapp 50 Prozent. Allein die Abbruch-, Erd- und Rohbauarbeiten schlugen mit vier Millionen Euro zu Buche - das waren knapp 1,2 Millionen Euro mehr als kalkuliert. Auch verschiedene Zusatzwünsche hatten das Projekt immer wieder verteuert.