Göppingen EWS-Arena: Stadt und Betreiber zufrieden

Ab 1. Juli neuer Chef in der EWS-Arena: Mario Kreh
Ab 1. Juli neuer Chef in der EWS-Arena: Mario Kreh
Göppingen / HELGE THIELE 15.06.2012
Vor knapp drei Jahren ist die Göppinger EWS-Arena eingeweiht worden. Stadt und Betreiber haben jetzt eine positive Bilanz gezogen.

Allen Unkenrufen zum Trotz ist es den Betreibern der EWS-Arena gelungen, den vom Gemeinderat vorgegebenen Kostenrahmen einzuhalten. Dies sei zwar nur "mit Anstrengungen" möglich gewesen, betont der Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft, Andreas Schweickert. Doch auch er ist stolz auf das Ergebnis und ist sich mit OB Guido Till einig: "Unser Konzept ist schlüssig und zukunftsfähig."

Mitte 2009 war die Betriebsgesellschaft für die erweiterte und modernisierte Hohenstaufenhalle gegründet worden. Seitdem lotse Schweickert, der 2001 nach dem Wiederaufstieg von Frisch Auf mit dem früheren Handball-Profi Gerd Hofele die Agentur Saltico aus der Taufe gehoben hatte, die EWS-Arena "in wirtschaftlich gesicherte und erfolgreiche Gewässer", lobt Till den Partner der Stadt. Schweickert und der OB stellten diese Woche bei einem Treffen im Rathaus fest: "Die drei Jahre haben gezeigt, dass der Um- und Ausbau der Halle richtig und notwendig war." Die EWS-Arena, in der beim Public Viewing am Mittwoch der 500 000. Besucher begrüßt werden konnte, habe "den Stellenwert als Veranstaltungsstätte in der Region wiedererlangt, den die Hohenstaufenhalle nach ihrem Bau vor 45 Jahren lange Zeit inne hatte".

Im Gegensatz zu anderen Kommunen habe Göppingen kein Betriebskostenproblem, "da die Kombination aus Schul- und Sportvereinsnutzung, Spitzensport und kulturellen Veranstaltungen einfach genial ist", meinte Till.

Die Entscheidung für den Hallenausbau war vor dem Hintergrund der drohenden Abwanderung von Frisch Auf nach Stuttgart gefallen. Die Hohenstaufenhalle hatte den Anforderungen an eine moderne Bundesliga-Spielstätte nicht mehr genügt. Schmerzlich und ärgerlich war für die Stadt allerdings die Kostenexplosion: Statt der veranschlagten 11,5 Millionen Euro verschlang der Umbau knapp 18 Millionen.

Beim Betrieb schreibe man eine "schwarze Null", erklärte Schweickert, Geld verdient der Betreiber mit den Veranstaltungen. Die Stadt zahlt pro Jahr 260 0000 Euro für den Schul- und Vereinssport - nicht mehr als vor dem Hallenausbau.

Da sich Schweickert künftig verstärkt um das Projekt seiner Agentur auf dem Hohenstaufen kümmern will, übernimmt am 1. Juli Mario Kreh (34) die Geschäftsführung der Betriebsgesellschaft. Der Ludwigsburger ist seit 2001 für Saltico tätig. Der Arena bleibt Schweickert trotzdem treu: Mit Oliver Sihler, der für die Hallenvermarktung zuständig ist, will er neue Ideen und Konzepte entwickeln.

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