Trotz Corona-Krise und Umwälzungen durch den Internethandel seien die traditionsreichen Kaufhäuser des Handelskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof wichtige Arbeitgeber und Versorgungszentren vor Ort, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy vom Deutschen Städtetag. Sie zögen Menschen in die Innenstädte und nutzten damit auch dem Einzelhandel in ihrem Umfeld. Das gilt speziell auch für Göppingen, wo der Kaufhof das  kurz vor der Fertigstellung stehende Einkaufszentrum Agnes ergänzen soll und laut Branchenkennern somit bessere Überlebenschancen haben könnte als anderswo in Deutschland. Von den rund 170 Filialen des angeschlagenen Unternehmens werden wohl nur noch 90 erhalten bleiben, bis zu 80 Filialen sollen geschlossen werden, hatte es Ende vergangener Woche in Medienberichten zu einem durchgesickerten Sanierungsplan geheißen.

„In Göppingen keine Dopplung mit Karstadt“

„Es gibt in Göppingen keine Dopplung mit Karstadt“, so Agnes-Investor Stefan Zimmermann auf Anfrage. Er schöpft daraus nach eigenen Worten Hoffnung auf einen Erhalt des Kaufhof-Standorts. Im Zusammenspiel mit 700 Stellplätzen in einem neuen Parkhaus und dem Agnes, das auf allen Ebenen mit dem Warenhaus verbunden werden soll, sieht er in Göppingen profitable Perspektiven auch für das Partnerunternehmen.

Konzernzentrale prüft Wirtschaftlichkeit genau

„Die Einordnung der Filialen in solche, die sicher fortgeführt werden können, und solche, bei denen eine Fortführung auf dem Prüfstand steht, beruht auf einer vorläufigen ersten Einschätzung anhand von klar definierten wirtschaftlichen Anforderungen. Die weitere Prüfung wird nun in den nächsten Tagen und Wochen mit Hochdruck vorgenommen“, hieß es aus der Konzernzentrale. Eventuell könnte die Kombination aus Agnes und Kaufhof bereits im Sommer eröffnen.
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