Festspiele Einstimmung auf die Staufer-Festspiele

Jasmin Kolberg präsentierte beim Kulturforum der Staufer Festspiele, was sie ihrem Marimbaphon entlocken kann. Auch Solisten der „Zauberflöte“-Produktion waren mit von der Partie.
Jasmin Kolberg präsentierte beim Kulturforum der Staufer Festspiele, was sie ihrem Marimbaphon entlocken kann. Auch Solisten der „Zauberflöte“-Produktion waren mit von der Partie. © Foto: Staufenpress
Uhingen / SWP 11.06.2018

Bei beiden handelt es sich um eine Manufaktur“, sagte Alexander Warmbrunn, Intendant und Regisseur der Staufer-Festspiele, bei deren zweitem Kulturforum, zu dem Förderer und Interessierte in die Instrumentenbau-Firma Kolberg nach Uhingen eingeladen waren. Wenn man Stücke nicht durch zeitgemäße Interpreten zum Leben erwecke, würden sie verschwinden. Bei den diesjährigen Festspielen mit der Inszenierung der Mozart-Oper „Die Zauberflöte“ im September sei es wiederum die Verbindung von Profis und Ehrenamtlichen, die den Erfolg und eine solche Inszenierung überhaupt möglich machten. Bei Kolberg sei es die hoch spezialisierte Manufaktur, die Schlaginstrumente und Orchesterausstattungen für Profi-Orchester auf der ganzen Welt herstelle.

 Warmbrunn erläuterte die Entstehung der „Zauberflöte“ und gab einen Einblick in die Handlung und die Regiearbeit. Alles sei handgemacht, bis auf das Bühnenbild, das man dieses Mal aufgrund von Größe und technischen Herausforderungen an die Werkstätten des Bolschoi habe geben müssen. Als Einstiegsveranstaltung für die Aufführungen in der Göppinger Werfthalle im September, für die der Vorverkauf begonnen hat, diente  jetzt das Kulturforum.

Klaus Kolberg, der Sohn des Firmengründers Bernhard und heutige Inhaber, führte dabei die zahlreichen Gäste durch den Betrieb, der 3000 Artikel im Sortiment hat und 30 Mitarbeiter beschäftigt. Er zeigte einige interessante und exklusive Erzeugnisse der international tätigen Firma, wie etwa die Reiterpauken für die königliche Garde des Sultans von Oman oder die Papageno-Flöte, welche die Figur aus der Zauberflöte benützt.

 Außerdem konnten sich die Zuhörer schon mal auf das Glocken­spiel und das Klaviatur-Glockenspiel einhören, wie es in der Oper vorkommen wird. Die Dirigentin der Festspiele, Sabine Layer, spielte als Einstimmung zusammen mit Heinrich Herpich das lustige Papageno-Lied „Der Vogelfänger bin ich ja“ und „Das klinget so herrlich“ des Bösewichts Monostatos.

 Und als besonderes Highlight bescherte Jasmin Kolberg, Tochter des Hauses, Dozentin und international gefragte Künstlerin, den Besuchern auf ihrem Instrument, dem Marimbaphon herrliche Interpretationen eines Stücks von Claude Debussy und des Libertango von Astor Piazzolla. Jochen Schellong von der Geschäftsführung der Staufer-Festspiele bedankte sich bei allen Förderern, nachdem er einen Überblick über die einzelnen  Aktivitäten der Festspiele gegeben hatte. Er bezeichnete sie als „kulturellen Leuchtturm im Kreis und in der Region“.

 Info Kartenvorverkauf für die Mozart-Oper „Die Zauberflöte“ im September (Werfthalle) und die Humperdinck-Oper „Hänsel und Gretel“ im Dezember (Stadthalle): jeweils  im  i-Punkt im Rathaus unter Telefon (07161) 650-292, bei der  NWZ unter Telefon (07161) 204-0, bei der Geislinger Zeitung Telefon (07331) 202-27 und bei Gebauers Edeka Center, Göppingen, Dieselstraße 13, Göppingen.

Namhafte Solisten singen „Zauberflöte“

Aufführungen Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ ist im September in einer Inszenierung von Alexander Warmbrunn auf einer 40 Meter großen Bühne in der Göppinger Werfthalle zu sehen. Für die Hauptrollen sind namhafte Sänger wie Timo Riihonen als Sarastro (Bayreuther Festspiele, Mailänder Scala) und Tenor Maximilian Mayer als Tamino (Staatstheater München) engagiert. Daneben wirken mehr als 200 Mitwirkende aus dem Kinder- und Jugendchor, dem Festspielchor, dem Tanzensemble und den Württembergischen Symphonikern mit. Aufführungen sind vom 7. bis 9. September, am 11. September sowie vom 13. bis 15. September. Karten gibt es unter www.staufer-festspiele.de.

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