S 21 Eine weitere Maschine gräbt Tunnel

Kirchheim / SWP 12.01.2018

Die Tunnelvortriebsmaschine „Sibylle“ hat nach Angaben der Deutschen Bahn ihre Arbeit aufgenommen und die ersten Meter der Nord-Röhre des Albvorlandtunnels bei Kirchheim gegraben. Vor dem Start war die rund 120 Meter lange Maschine mehrere Monate lang zusammengebaut und getestet worden. Gleichzeitig hat die zweite Tunnelvortriebsmaschine am Albvorlandtunnel, „Wanda“, bereits rund 200 Meter Tunnel gebaut und ist inzwischen vollständig im Berg verschwunden.

Für den Vortrieb der Nord-Röhre des Albvorlandtunnels wird „Sibylle“ rund eineinhalb Jahre benötigen. Die durchschnittliche Vortriebsgeschwindigkeit wird bei rund 20 Metern pro Tag liegen. Anders als „Wanda“ wird „Sibylle“ den Tunnel nicht komplett bis Wendlingen am Neckar bauen. Die Nord-Röhre wird in einem Gegenvortrieb von Wendlingen aus in konventioneller Bauweise ohne Tunnelvortriebsmaschine rund 200 Meter vorgetrieben. Dies geschieht, um hier die Verzweigung zweier Tunnelröhren in der hierfür besser geeigneten Spritzbetonweise herzustellen. An der Verzweigung trennt sich die Güterzuganbindung von der Neubaustrecke.

Der Name „Sibylle“ wurde von zahlreichen Lesern der Kirchheimer Zeitung vorgeschlagen und von einer Jury für die Tunnelvortriebsmaschine ausgewählt.

Der 8176 Meter lange Albvorlandtunnel wird nach seiner Fertigstellung einer der zehn längsten Eisenbahntunnel in Deutschland sein. Er besteht aus zwei eingleisigen Röhren, die alle 500 Meter mit Querschlägen verbunden werden. Insgesamt arbeiten etwa 600 Bauarbeiter und rund 80 Ingenieure, Geologen und Kaufleute an der Vollendung.

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