Göppingen Ein kreativer Strauß

Göppingen / MARGIT HAAS 26.03.2013
Inklusion ist in aller Munde: In vielen Lebensbereichen ist sie selbstverständlich. Volkshochschule und Lebenshilfe Göppingen haben jetzt gemeinsam das Thema Städtepartnerschaften betrachtet.

Sichtlich beeindruckt ist Göppingens Kulturbürgermeisterin Gabriele Zull von einer Ausstellung in der Volkshochschule, die das Abschlussprojekt einer nicht ganz alltäglichen Zusammenarbeit der Göppinger Bildungseinrichtung und der Lebenshilfe Göppingen ist. In den vergangenen Monaten haben - finanziell unterstützt von der Bürgerstiftung - die Institutionen, die die Städtepartnerschaft der Stadt regelmäßig mit Leben erfüllen, Menschen mit einer Behinderung nicht nur die Stadt Göppingen, sondern eben auch die Partnerstädte auf ganz unterschiedliche Weise vorgestellt. Dazu gehörten die Besonderheiten der jeweiligen Städte und Regionen ebenso wie ihre kulinarischen Spezialitäten und die Frage, wie die Stadt künstlerisch in Szene gesetzt werden kann.

Herausgekommen ist ein unglaublich kreativer und vielfältiger Strauß an gemeinsamen Veranstaltungen des "Vereins Freunde Göppingen Pessac" und der Arbeitskreise Klosterneuburg, Foggia und Sonneberg. Den kreativen Aspekt von Göppingen und seinen Partnerstädten können die Besucher der Volkshochschule noch bis zum 3. April im Foyer bewundern.

Die Kunst zu Klosterneuburg ist vom österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser inspiriert, Göppingen ist mit so genannten Frottagen (von dem französischen Wort "frotter" - "reiben") vertreten, Foggia als Stadt mit Herz wird von farbenfrohen Herzen symbolisiert, die Spielzeugstadt Sonneberg mit einem dramatischen Märchen und Pessac mit klingenden Bildern. Sylvia Belinguier hatte die Idee zu den unterschiedlichen künstlerischen Auseinandersetzungen mit den Göppinger Partnerstädten in ganz Europa. Die Anregung, dass auch Menschen mit einem Handicap "an den Ort gehen, an dem Bildung stattfindet", war von Michael Tränkle, dem Leiter der ambulanten Hilfen bei der Lebenshilfe Göppingen gekommen. "Wir dürfen nicht nur über Inklusion reden, sondern müssen sie tun", betont er. Ziel sei es, "Inklusion zum Alltag zu machen an allen Lebensorten".

Bürgermeisterin Zull freut sich, "dass nachhaltige Kontakte entstanden und weitere gemeinsame Unternehmungen geplant sind". Wolfgang Schultes von der VHS Göppingen erinnerte "an die durchwegs gute Zusammenarbeit in diesem Projekt".

Info Die Ausstellung im Foyer der Göppinger Volkshochschule, Mörikestraße 16, ist bis 3. April zu sehen.

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