Gesundheit Ein KOMMENTAR von Helge Thiele:

Göppingen / HELGE THIELE 31.01.2017

Die Depression ist eine ernstzunehmende psychische Krankheit. Eine frühzeitige Diagnose und die richtige, auf den Patienten zugeschnittene Therapie sind elementar, um den Betroffenen helfen zu können und ihnen im besten Fall den Weg zurück in ein „normales“ Leben zu ermöglichen. Die Zahl der Erkrankungen hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen, und häufiger als früher gelingt es, eine Depression, die ganz unterschiedliche Ursachen und Ausprägungen haben kann, als solche medizinisch zu erkennen und zu behandeln. Dies liegt zum einen daran, dass die Gesellschaft insgesamt  – und damit auch der einzelne betroffene Patient – offener mit dem komplexen  und schwierigen Thema umgeht. Zum anderen gibt es wissenschaftliche Fortschritte, Therapieformen konnten  weiterentwickelt werden.

Das Umfeld, in dem ein an einer Depression erkrankter Mensch Hilfe bekommt, ist mitentscheidend für den Behandlungsverlauf. Die Atmosphäre in einer Klinik ist deshalb ein nicht zu unterschätzender Faktor. Zu Recht betonte Professor Dr. Nenad Vasic, Ärztlicher Direktor des Christophsbads, gestern bei der Einweihung der neu errichteten und erweiterten Depressionsabteilung sowohl die Ästhetik als auch die Funktionalität der Station. Die moderne Abteilung der Göppinger Privatklinik ist ein weiterer Meilenstein in der medizinischen Versorgung der Menschen im Landkreis – und weit darüber hinaus. Schon bisher war das Christophs­bad eine wichtige Säule in der  klinischen Versorgung im Land. Mit der Depressionsabteilung ist diese Bedeutung weiter gewachsen.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Chance, eine Depression erfolgreich zu behandeln, bleibt dennoch der Umgang mit der Krankheit, über die früher viel zu oft geschwiegen wurde. Hier hat die Gesellschaft zum Glück ganz viel dazugelernt.
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