Kommentar Dirk Hülser: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“

Göppingen / Dirk Hülser 17.05.2018
Almut Cobet ist zu wünschen, dass sie in Pforzheim keinen Schiffbruch erleidet.

Almut Cobet ist zu wünschen, dass sie in Pforzheim keinen Schiffbruch erleidet. Früh wurde ihre Bewerbung um die Stelle der Sozialbürgermeisterin öffentlich, ein Umstand, der nicht allen gefallen hat. Wer dafür verantwortlich war, ist unklar, die SPD-Fraktion spricht jedenfalls von „gezielter Sabotage des Verfahrens“ und „unverantwortlichen Indiskretionen“. Und dieser Fraktion kommt eine Schlüsselrolle zu, hat sie doch das Vorschlagsrecht für den Bürgermeisterposten. Zwar gab es Gespräche mit Cobet, doch die SPD schickt nun eine andere Kandidatin ins Rennen.

Dennoch ist noch lange nicht ausgemacht, dass es für die SPD-Bewerberin ein Durchmarsch wird, auch wenn sich der Fraktionsvorsitzende in der Lokalpresse optimistisch gibt. Cobet geht vielmehr davon aus, dass andere Fraktionen die Tradition des Vorschlagsrechts einfach ignorieren werden. Doch es gibt weitere kompetente Kandidaten, so etwa den FDP-Sozialbürgermeister von Leinfelden-Echterdingen, der naturgemäß von der fünfköpfigen FDP-Fraktion unterstützt wird.

Cobet bleibt dennoch voller Hoffnung – es bleibt ihr auch nichts anderes übrig. Erstaunlich offen hat sie von einer – gelinde gesagt – nicht optimalen Zusammenarbeit mit OB Guido Till berichtet, der zudem in ihr Dezernat hineinregiere. Wenn sie in Pforzheim nicht gewählt wird, hat sie im Göppinger Rathaus sicherlich einen noch schwereren Stand als bisher. Das wäre kein Zuckerschlecken.