Man darf sich nichts vormachen: Eine klassische Urlaubs-Destination werden Göppingen und der Landkreis so schnell nicht werden. Steigende Übernachtungszahlen deuten eher auf eine florierende Wirtschaft mit entsprechend vielen Business-Reisenden hin als auf wachsende Touristenströme.

Ein Auftritt bei der anstehenden CMT ist trotzdem richtig. Denn ein wachsender Faktor sind Tagesgäste aus dem Ballungsraum, die sich in der Natur rechts und links des Filstals bewegen wollen. Ob da das Auflösen der Touristikgemeinschaft Stauferland ein Eigentor war, wird sich erst noch zeigen.

Schließlich gibt es die wachsende Gemeinde der Wohnmobil-Touristen, die in den Stauferkreis kommen – und sei es nur für eine Übernachtung. Sie buchen zwar kein Hotelzimmer, besuchen aber vielleicht am Wegesrand mal eine Gaststätte, Freizeiteinrichtungen wie Barbarossa-Thermen, die Göppinger Kunsthalle oder das neue Märklineum. Auch wenn das noch keine Massen sind – es lohnt sich für die Stadt Göppingen genauso wie für kleine Gemeinden, sich über spezielle Stellplätze Gedanken zu machen, auch wenn es zunächst nur Geld kostet. Beherzigen sollten sie den Rat der Experten: Die Plätze müssen attraktiv gelegen und gut ausgestattet sein. Das Aufstellen eines einzigen Schildes wie auf dem Aasrücken ist ein bisschen dürftig.