Göppingen Festakt: 50 Jahre Schiller-Realschule

Göppingen / Von Marie-Christin Zepf 17.05.2018
Mit einem kurzweiligen Festakt hat die Schiller-Realschule auf ihr 50-jähriges Bestehen zurückgeblickt. Schüler, Lehrer und Ehemalige feierten gemeinsam.

Jubiläum an der Schiller-Realschule: Mit einem bunten Festakt haben Schüler, Lehrer und Ehemalige das 50-jährige Bestehen der Schule gefeiert. Zahlreiche Gäste waren in die festlich geschmückte Turnhalle gekommen.

Dass es in der Schule einen starken Zusammenhalt gibt und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz hat, wie mehrere der Redner betonten, bewies nicht nur das bunte Abendprogramm, welches Schüler und Lehrer gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Auch Schulleiter Albrecht Bizer erinnert seine Schüler immer wieder daran, dass die Schiller-Realschule bunt, weltoffen und multikulturell ist. „Der zunehmende Antisemitismus in Deutschland bereitet mir Sorgen. Besonders aufgrund der Geschichte unseres Gebäudes ist es mir wichtig, dass die Schüler lernen, dass so ein Verhalten nicht in Ordnung ist“, sagte der Schulleiter.

Im Dritten Reich wurden die Juden in Göppingen in der Turnhalle der Schiller-Realschule versammelt und später in die Konzentrationslager deportiert. „Ich bin dankbar dafür, dass sich die Schüler der Schiller-Realschule jährlich am Holocaust-Gedenktag beteiligen und dass die Vergangenheit hier nicht vergessen wird. Göppingen hat als Bildungsstadt Tradition und Zukunft und man muss beides in den Alltag mit einbeziehen“, sagte auch Baubürgermeister Helmut Renftle, der in Vertretung für Oberbürgermeister Guido Till beim Festakt der Realschule dabei war. Neben diesem dunklen Kapitel der Geschichte war es aber vor allem auch das bunte Programm, das an die vergangenen Jahrzehnte erinnerte – und wie die Schule vor 50 Jahren war.

Bürgermeister Renftle hatte zum Geburtstag auch ein Geschenk mitgebracht: Er überreichte  Schulleiter Albrecht Bizer einen Scheck im Wert von 500 Euro. Und auch der Leiter des Staatlichen Schulamts Göppingen, Jörg Hofrichter, würdigte in seiner Rede das vielfältige  Engagement der Schule: „Die Schiller-Realschule steht im ständigen Entwicklungsprozess, bleibt dabei nie stehen und richtet sich auch an die individuellen Bedürfnisse der Kinder.“ So gibt es beispielsweise auch Neigungskurse in den Bereichen Sport, Musik und Theater/Kunst, um die jeweiligen Interessen der Schüler zu fördern.

Aus eben diesen Neigungsprojekten wurden beim Festakt am Dienstagabend verschiedene Aufführungen gezeigt, dazu wurde getanzt, gesungen und Theater gespielt. Immer wieder gab es so eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit. Schuldekanin Annette Leube überbrachte der Schule nicht nur einen Segen, sondern auch 50 besondere Bleistifte als Geschenk, die symbolisch für den Schulalltag stehen sollen: „Man muss in der Schule oft spitz und genau formulieren, aber dennoch mit Fehlerhäufigkeit rechnen. Dafür gibt es dann den integrierten Radiergummi, wenn Fehler passieren.“

Schulleiter Albrecht Bizer zeigte sich vom Abendprogramm begeistert: „Ich bin so glücklich darüber, an einer Schule sein zu dürfen mit so tollen Lehrerkollegen und großartigen Schülern.“

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