Faurndau Raumprobleme, aber Schillerschule muss warten

Eltern fordern, die Raumsituation in der Grundschule zu verbessern.
Eltern fordern, die Raumsituation in der Grundschule zu verbessern. © Foto: Giacinto Carlucci
Faurndau / Arnd Woletz 06.07.2018
Die Faurndauer Grundschule sucht händeringend Räume zur Betreuung ihrer Schüler, wird aber vertröstet.

Unzufriedenheit herrscht in Faurndau unter den Eltern der Schiller-Grundschule. Sie halten die Betreuungsräume  für unzureichend. In einem Brief an die Stadtverwaltung, der von  48 Eltern unterschrieben ist,  fordern die Elternvertreter,  die Raumsituation zu verbessern, berichtete die Hochbauamtsleiterin Christiane Fitschen. Die Schiller-Grundschule ist zwar keine Ganztagsschule, doch manche Kinder werden nach dem Unterricht bis 14 Uhr in der Schule betreut. Man hat auch bereits Räume im Auge, die dafür geeignet wären: die an die Schulküche angrenzende Stadtteilbibliothek, die pro Woche für vier Stunden offen ist. Die Bibliothek könnte statt dessen an einen anderen Ort verlegt werden, finden die Eltern.

Doch die Stadtverwaltung tut sich schwer damit, Ersatzräume für die Bibliothek zur Verfügung zu stellen – und das, obwohl im benachbarten Bezirksamt die bisherigen Notariatsräume frei werden. Doch die sind bereits verplant, wie Christiane Fitschen berichtete. Zum einen müsse der Sitzungssaal aus Brandschutzgründen ins Erdgeschoss verlegt werden, außerdem brauche  der Krankenpflegeverein neue Räume. Auf Nachfrage aus dem Gremium räumte Fitschen ein, dass auch das Bürgerbüro für das umstrittene Baugebiet Dittlau in die Räume einziehen soll. Doch das sei nicht ausschlaggebend dafür, dass im Bezirksamt kein Platz zur Verfügung steht. Außerdem hätten die Bibliotheksräume zwar Ventilatoren, seien aber nicht in die Lüftungsanlage der Schule eingebunden  – ein Problem, das sich technisch lösen ließe, so die Hochbauamtsleiterin.

Die von der Stadt angebotene Alternative lässt sich allerdings nicht so schnell umsetzen. Denn in der ebenfalls freien Hausmeisterwohnung müsste zunächst ebenfalls der Brandschutz verbessert werden. Das könne nicht vor 2020 eingetaktet werden, meinte Fitschen.

Das sorgte für emotionale Debatten im Gremium. Einige Lokalpolitiker wollten sich nicht damit abfinden, dass die Schüler so lange auf geeignete Räume warten sollen. Bei Eva Epple (Grüne) läuteten angesichts dieses Zeitplans die „Alarmglocken“, wie sie sagte. Christian Stähle (Linke)  kritisierte, der Gemeinderat habe mit Fehlentscheidungen der Vergangenheit selber zu der Situation beigetragen.  Hingegen pochte Susanne Weiß (FDP/FW) darauf, dass es auch ohne große Umbauten schnellere Lösungen geben müsse, zumindest als Interimslösung.  Sie schlug vor, für eine Übergangszeit die nur vier Stunden in der Woche geöffnete Bibliothek auch für die Betreuung zu nutzen, und sei es nur als Ruheraum. Ob das möglich ist, vermochte die Hochbauamtsleiterin in der Sitzung nicht zu sagen. Weil damit eine Nutzungsänderung verbunden sei, müsse aber auf jeden Fall ein Genehmigungsverfahren durchlaufen werden.

Sozialbürgermeisterin Almut Cobet nahm den Auftrag mit, die Parallelnutzung der Bibliotheksräume zu prüfen.

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