Die Quitte hat es in sich

SWP 11.10.2014

Rosengewächs Weltweit soll es etwa 200 Quittensorten geben. Am bekanntesten sind die Birnen- und die etwas trockenere und härtere Apfelquitte. Quitten zählen wie Apfel und Birne zu den Rosengewächsen. Die ursprüngliche Heimat der Frucht liegt wahrscheinlich im östlichen Kaukasus. In Mitteleuropa wird die Quitte erst seit dem 9.Jahrhundert angebaut. Geerntet wird das Kernobst ab Oktober. Die Quitte enthält viel Vitamin C, Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan und Fluor, Tannine, Gerbsäure, organische Säuren, viel Pektin und Schleimstoffe.

Quittenspeck (Rezept von Ute Latzko):

Quittenmus warm machen und etwa fingerdick auf ein Blech streichen. Bei 70 Grad ein bis zwei Tage im Backofen trocknen. In Rauten schneiden, in Schokolade tunken und in gemahlenen Nüssen wälzen.

Reizlindernd Wer auf Hausmittel schwört, sollte sich die Quitte merken: Ein Kompott aus gekochtem Quittenmark soll ein probates Heilmittel gegen Durchfall sein, Magen- und Darmbeschwerden lindern, den Cholesterinspiegel senken und den Blutzuckerspiegel normalisieren. Quittenschleim soll zudem reizlindernd bei Husten und Entzündungen im Mund- und Rachenraum wirken.

Pflanzzeit Wer gerne einen Quittenbaum oder -strauch im Garten hätte, kann ihn in einer Baumschule erstehen. "Jetzt wäre die richtige Zeit zum Pflanzen", verrät Uli Allmendinger von der gleichnamigen Baumschule in Heiningen. "Ein geschütztes sonniges Plätzchen ist ideal, ansonsten stellt die Quitte, wenn sie einmal angewachsen ist, keine großen Ansprüche."