Organisation Die Polizei steht zwischen den Fronten

Göppingen/Bruchsal / SUSANN SCHÖNFELDER 20.01.2017

Unter dem Dach des Polizeipräsidiums Einsatz mit Sitz in Göppingen gibt es zwei Bereitschaftspolizeidirektionen: eine in Bruchsal und eine in Göppingen. „Wir sind eins zu eins gleich, haben aber verschiedene Kernkompetenzen“, erklärt Volker Erlewein, Leiter der Direktion in Bruchsal, und fügt hinzu: „Der eine profitiert vom anderen.“ Eine Sonderaufgabe beider Bereitschaftspolizeidirektionen sei die Übernahme der Polizeischüler und das Heranführen der jungen Kollegen an das tägliche Geschäft. In Bruchsal liegen zudem Schwerpunkte auf den Wasserwerfern, die hier stationiert sind, und auf der Zusammenarbeit mit der Wasserschutzpolizei im Bootswesen. In Göppingen ist der Fokus auf die Bild­übertragung gerichtet, zudem ist hier die stark aufgestellte Stuttgarter Reiterstaffel  angesiedelt.

Seit der Reform haben wir in Bruchsal Vollauslastung“, sagt Erlewein. Die 700 Einsatzkräfte seien die ganze Woche über auf der Straße: „Wir sind da, wo’s brennt.“ Hauptsächlich seien die Beamten bei Demonstrationen und Fußballspielen im Einsatz, unterstützen aber auch im Streifendienst.

Erlewein und seine Kollegen stellen fest, dass die Gewaltbereitschaft gegenüber Polizisten zugenommen hat. Im vergangenen Jahr seien mehr als 140 Beamte der Bereitschaftspolizei Bruchsal verletzt worden. „Wir stehen als Vollzugsdienst des Staates zwischen den Fronten“, verdeutlicht Steffen Hildebrand, kommissarischer Leiter der Führungsgruppe. „Es geht darum, die Versammlungsfreiheit so lange wie möglich aufrecht zu erhalten“, betont Hildebrand. Und Erlewein ergänzt: „Der Schutz unserer Grundrechte hat oberste Priorität.“  su

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