Göppingen Die Platznot hat ein Ende

Thomas Rodach (re.) und Rainer Würslin (Mi.) freuten sich über den symbolischen Schlüssel, den Wolfgang Kellner in der Hochschule übergab. Foto: Staufenpress
Thomas Rodach (re.) und Rainer Würslin (Mi.) freuten sich über den symbolischen Schlüssel, den Wolfgang Kellner in der Hochschule übergab. Foto: Staufenpress
Göppingen / CHRISTINE BÖHM 06.03.2012
Noch sind die Tafeln in den leeren Hörsälen unbeschrieben: Am Göppinger Hochschulstandort wurde gestern ein saniertes Gebäude eingeweiht. Damit hat die Platznot für die Studenten erstmal ein Ende.

"Dieses ehemalige Betriebsgebäude hatte vor dem Umbau kein Hochschulniveau," erklärte Wolfgang Kellner vom Bauamt Gmünd gestern in der Göppinger Hochschule. Weil die Zahl der Studenten stetig wächst, wurde ein leerstehendes Gebäude an der Heinrich-Landerer-Straße vom Land gekauft und in den vergangenen eineinhalb Jahren saniert. Jetzt wurde es feierlich an die Vertreter der Hochschule übergeben.

Am Montag beginnt das neue Semester am Göppinger Standort. Im ehemaligen Haus Schniepp stehen den Studenten in Zukunft 500 Quadratmeter mehr zum Lernen zur Verfügung. Durch die grüne Eingangshalle werden die Lernwilligen zur Vorlesung gehen, auf den bislang unbeschriebenen Tafeln werden Formeln stehen.

Zwei Hörsäle und fünf Räume mit studentischen Arbeitsplätzen wurden nach der Sanierung eingerichtet. Doch die Arbeiten waren nicht immer einfach. "Wir hatten gehofft, dass die Räume nach dem Entkernen schon nutzbar sein würden. Das war aber nicht so", erklärte Kellner bei der Einweihung. Für 800 000 Euro wurde der Anbau auf Fordermann gebracht.

Der Göppinger Campus ist einer von drei Standorten der Hochschule Esslingen. 1250 Studenten aus den Fachbereichen Internationales Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik und Mechatronik/Elektronik werden dort unterrichtet. Dekan Rainer Würslin betonte, dass es nun höchste Zeit für die Erweiterung gewesen sei. Die Studenten hätten in den vergangenen Semestern unter der Platznot gelitten. Das sei keine gute Werbung für den Standort gewesen.

Die Dekane Rainer Würslin und Thomas Rodach nahmen von Kellner einen symbolischen Schlüssel entgegen. "Ich freue mich darauf, endlich hier zu unterrichten zu dürfen", sagte Würslin. Nun müssten nur noch kleine Schönheitsfehler, beispielsweise der Lack an den Fensterrahmen, behoben werden.